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OMR 2019: Hamburg ganz im Zeichen der Digitalisierung

09.05.2019

HORIZONT titelt: „Heißer Scheiß in Hamburg“

Zum neunten Mal fand das OMR-Festival am 7. und 8. Mai 2019 in Hamburg statt. Waren es bei der Premiere 2011 noch 200 Gäste, strömten in diesem Jahr 50.000 Gäste in die Hamburger Messehallen, um sich über digitales Marketing und Technologiethemen zu informieren.

VAUNET war auch vor Ort – im Gepäck einige Mitglieder des Verbands, die glücklichen Gewinner unserer Ticketverlosung, u. a. RTL Radio und Funkhaus Halle. Herzlichen Dank an das Team der OMR, das uns zwei Tage vollgepackt mit inspirierenden Reden auf vier Bühnen und viel Networking bei rund 400 Ausstellern beschert hat!

Viel besprochen wurden auf allen Bühnen die aktuellen Top-Themen programmatische Werbung, Influencer-Marketing sowie der Hype um Podcasts und Sprachsteuerung. Vor allem die Masterclasses gingen in die Tiefe, kleinere Workshops boten Hands-on-Tipps und namhafte Politiker diskutierten die deutsche und europäische Netzpolitik. Den Gästen wurde aber auch viel Unterhaltsames geboten: bekannte Gesichter aus Film, Fernsehen und der Onlinewelt, Konzerte, eine lockere Atmosphäre und ein junges Publikum.

Das sagten die "Rockstars":

Fynn Kliemann, selbsternannter Heimwerkerkönig, außerdem Frontend-Entwickler, Gründer, Musiker, Influencer, über die Glaubwürdigkeit von Influencern und Instagram als Lebenskonzept:
„Man sollte nie Instagram-Stories machen, wenn man Langeweile hat und rumsitzt. Dann langweilen sich auch die Follower. Instagram ist vielmehr als Lebenskonzept zu begreifen. Alles was passiert, nimmst du ein bisschen mit – du musst es aber auch aufbereiten, sodass es Spaß macht, zu gucken.“
„Ich glaube Influencern nichts mehr. Die ganzen Kanäle sind so unehrlich. Die empfehlen was, aber wenn du einmal ins Bett mit einer Marke gestiegen bist, weiß man nie, ob die das ernst meinen. Das weißt du nur, wenn du Leuten folgst, die machen, was sie wollen. Der Grundantrieb muss immer für was richtig Geiles sein oder für dich selbst. Kein Influencer der Welt kann deine Message so transportieren, wie du das selbst kannst.“

OMR 2019: Fynn Kliemann
v. l.n.r. Fynn Kliemann, Joko Winterscheidt

Tess O'Brien, Director, Product Marketing and Commercialisation, Freewheel a Comcast Company, über das Fernsehen als Influencer-Plattform:
„People watch TV with a second screen in hand and can react instantly to ads. TV works synergetically with digital media. We have to breakdown the silos of television and digital video.“

OMR 2019: Tess O'Brien

Katarina Barley, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, über das digitale Europa der Zukunft:
„Interoperabilität ist das Ziel: Egal ob Vodafone, Telekom oder O2 – man kann miteinander kommunizieren. Warum geht das nicht auch bei Messengern? Ich will, dass man auch zwischen Threema, Signal, Whatsapp etc. barrierefrei kommunizieren kann. Dann gäbe es mehr Konkurrenz um den besten Datenschutz.“

OMR 2019: Katarina Barley
v.l.n.r. Florian Heinemann, Katarina Barley

Paul Ziemiak, Generalsekretär der CDU, über Hate Speech im Internet:
„Mich besorgt der zunehmende Hass im Internet, es wird zunehmend anonymer. Gerade bei Facebook finden wenig konstruktive Diskussionen statt und die Hemmschwelle sinkt immer weiter.“

OMR 2019: Paul Ziemiak
v.l.n.r. Frank Thelen, Paul Ziemiak

Tim Mälzer, Fernsehkoch und Podcaster, über Künstliche Intelligenz:
"Keine künstliche Intelligenz wird mir das wohlige Gefühl von ner Pulle Rotwein im Kopp und Kartoffelpüree geben."

OMR 2019: Tim Mälzer
v.l.n.r. Sebastian Merget, Tim Mälzer

Unser Highlight:

Masterclass #loveAudio mit Spotify, Rubicon Project, OMD und Google: Einblicke in das kreative Potenzial von Programmatic Audio Ads

#loveAudio
Die letzten zehn Jahre hatten wir eine Liebesbeziehung mit unseren Screens. Alles drehte sich darum, Inhalte für die visuelle Aufmerksamkeit zu optimieren. Nun befinden wir uns an einem Wendepunkt: Die maximale Bildschirmzeit in unseren Leben ist ausgereizt. Inhalte geht wieder „Offscreen“ und stattdessen auf die Ohren. Die nächsten zehn Jahre werden sich um die Konsumierung von nicht-visuellen Medien drehen. Wir werden neue Inhalte und mehr Plattformen brauchen. Die Nachfrage nach Podcasts und Co. wird immer größer. Das macht den Audiomarkt besonders attraktiv für Werbeschaffende.

Drive time is audio time!
Schon jetzt passiert 79% der Audionutzung dann, wenn Bildschirme uns nicht erreichen können – beim Sport, beim Kochen oder im Auto. Mit Audiowerbung kann man seine Zielgruppe also mitunter in besonderen Momenten ansprechen. Die verfügbaren Daten ermöglichen schon jetzt spannende Insights und Targeting. Spotify kann Werbetreibende neben den demographischen Informationen auch in Echtzeit über laufende Wiedergabelisten, beliebte Genres, das Nutzerverhalten und den Aufenthaltsort der Hörer informieren.

Come fly with me
Das eröffnet neue Chancen in der Werbung. Ein Nutzer, der gerade im verregneten Hamburg im Taxi sitzt und Spotify hört, könnte zum Beispiel durch eine Werbeeinblendung eines Fluganbieters zur Buchung eines Fluges in die Sonne motiviert werden.

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