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Umsatzentwicklung im deutschen TV-Gerätemarkt

03.02.2022

Die Gesellschaft zur Förderung der Unterhaltungselektronik in Deutschland (GFU) informiert in ihrer aktuellen Erhebung über die Marktentwicklungen der TV-Geräte in Deutschland 2021. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 ist ein weiterer Anstieg in Umsatz und Durchschnittspreis zu verzeichnen. Der Trend zu größeren Bildschirmen und Käufen im Premiumbereichen setzt sich ebenfalls fort.

Im Jahr 2020 hatte sich der Markt Pandemie-bedingt außergewöhnlich positiv entwickelt, bis er sich ab dem ersten Quartal 2021 wieder Richtung Vorkrisenniveau entwickelte. Im Vergleich zu 2019, vor der Pandemie, ergibt sich im Markt für TV-Geräte für 2021 noch immer ein Umsatzplus von zehn Prozent.

Für die knapp 5,9 Millionen TV-Geräten, die 2021 verkauft wurden, wurde mehr Geld ausgegeben. Der Durchschnittspreis stieg um 16 Prozent auf 694 Euro deutlich. Dennoch entwickelte sich der Umsatz rückläufig: 4,1 Milliarden Euro Gesamtumsatz im TV-Bereich bedeuten einen Umsatzrückgang von sieben Prozent für das Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr.

Auch im zweiten Pandemiejahr hält der Trend zu TV-Geräten mit größeren Bilddiagonalen und hochwertiger Ausstattung an: Der Umsatz mit Fernsehern, die eine Bilddiagonale von 55 Zoll (140 cm) und mehr haben, beträgt bereits mehr als 65 Prozent. Die noch relativ junge Produktgruppe der OLED-Geräte ist 2021 zu einem Durchschnittspreis von mehr als 1600 Euro verkauft worden und generierte erstmals eine Milliarde Umsatz. Diese beiden Entwicklungen hatten zur Folge, dass der Stückzahlrückgang nicht zu einem noch stärkeren Umsatzrückgang führte.

Die von der Pandemie beeinflussten Jahre unterscheiden sich damit maßgeblich von den Vorjahren. Das Konsumverhalten der Menschen hat sich verändert: Am Beispiel der TV-Geräte zeigt sich deutlich, dass zwar weniger Stück, diese jedoch zu einem höheren Preis, erworben wurden. Dies lässt sich zum einen auf Preissteigerungen, bedingt durch unterbrochene Lieferketten und Chipmangel als auch durch den Trend zu Premium-Produkten erklären.

Umsatzentwicklung im deutschen TV-Gerätemarkt

 

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Ansprechpartner

Johannes Leibiger

Leiter Medienwirtschaft & Forschung