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Medienanstalten starten erste Ausschreibung nach Public-Value-Satzung am 1. September 2021

10.08.2021

Am 1. September 2021 startet die Landesanstalt für Medien NRW federführend für alle Medienanstalten das sogenannte Public-Value-Verfahren. Interessenten haben laut Pressemitteilung ab Anfang September 2021 vier Wochen Zeit, um ihren Antrag einzureichen. Das konkrete Ende der Bestimmungsverfahrens wird mit Beginn der Ausschreibung bekanntgegeben. Die Auswertung der Anträge und eine Entscheidung über die Vergabe des Public-Value-Status wird voraussichtlich bis Frühjahr 2022 erfolgen.

Mit dem Public-Value-Verfahren wird ermittelt, welche privaten Rundfunkangebote bzw. rundfunkähnlichen Angebote auf Benutzeroberflächen leichter auffindbar sein sollen. Die rechtlichen Grundlagen bilden § 84 Abs. 8 Medienstaatsvertrag und die Public-Value-Satzung der Landesmedienanstalten. Die Public-Value Satzung wird am 1. September 2021 in Kraft treten.

Ziel des Bestimmungsverfahrens ist es, solche Angebote zu honorieren, „die für die öffentliche Meinungsbildung besonders relevant sind.“ Zu den von den Medienanstalten definierten „gesellschaftlich relevanten Inhalten“ zählen z. B. nachrichtliche Berichterstattungen, lokale oder regionale Informationen und in Europa eigenproduzierte, barrierefreie oder speziell auf eine junge Zielgruppe ausgerichtete Inhalte. Weitere Kriterien, die sich zusätzlich auf die Bestimmung als Public-Value-Angebot auswirken können, werden in den Ausschreibungstexten definiert sein.

Ansprechpartner

Tim Steinhauer

Senior Referent Medienverantwortung und Programm