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VPRT zum Abstimmungsergebnis zur No-Billag-Initiative in der Schweiz: Gute Nachricht für die Medienvielfalt in Europa

04.03.2018

Berlin, 4. März 2018 Zu dem sich heute abzeichnenden Abstimmungsergebnis zu der sogenannten No-Billag-Initiative in der Schweiz kommentiert Hans Demmel, Vorstandsvorsitzender des Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), und Geschäftsführer von n-tv wie folgt: „Das Abstimmmungsergebnis zu der No-Billag-Initiative ist eine gute Nachricht für die Medienvielfalt in Europa. Auch wenn man die schweizer und deutschen Verhältnissse nicht 1:1 vergelichen kann, ändert dies nichts daran, dass wir aktuell eine schwindende Akzeptanz in der Bevölkerung und eine breite Diskussion über die Legitimation des gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks erleben.

Zu hohe Kosten und ein fehlendes klares öffentlich-rechtliches Programmprofil mit einem gefühlten echten Mehrwert für die Mediennutzer sind die Hauptursachen, die diese Entwicklung auch hierzulande befördern. Für einen echten Rückhalt in der Bevölkerung braucht es deshalb einen klar definierten Grundversorgungsauftrag und ein fokussiertes Angebot von ARD und ZDF. Aus Rundfunkbeiträgen sollten nur solche Inhalte, Angebote und Verbreitungswege finanziert werden, die Zuschauern und -hörern einen Zusatznutzen zu den übrigen Medienangeboten bieten. Eine Fortsetzung des Quoten und Wettbewerbsdenkens mit entsprechenden Mainstreamangeboten führt ARD und ZDF in die Sackgasse.

Deshalb sollte die Medienpolitik der Länder bei den Programm- wie Onlineangeboten von ARD und ZDF klare Grenzen ziehen und  auch Einschnitte ohne Denkverbote  wagen. Wenn man an der aktuellen Stimmung etwas ändern will, müssen die Kosten, die Programmangebote gerade in dem Bereich verursachen, wo sie nur „more oft he same“ zu den Privaten bieten und die kommerziellen Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Sender zurückgefahren werden und die Werbung bei ARD und ZDF deutlich begrenzt werden.
Damit würde auch die immer stärkere Schieflage im Wettbewerb der Öffentlich-Rechtlichen zu den Privaten korrigiert, die droht, die bestehende Angebotsvielfalt zu Lasten der Mediennutzer in Frage zu stellen, da sie die wirtschaftlichen Spielräume privater Medienangebote immer weiter einengt.

 

Für Rückfragen:
Pressesprecher Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH
T | +49 30 3 98 80-101, E | hs@schultz-kommunikation.com

Über den VPRT:
Der VPRT ist die Interessenvertretung der privaten Rundfunk- und Telemedienunternehmen. Mit ihren TV-, Radio-, Online- und Mobileangeboten bereichern seine rund 150 Mitglieder Deutschlands Medienlandschaft durch Vielfalt, Kreativität und Innovation. Damit das auch in der digitalen Welt so bleibt, müssen die regulatorischen, technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Als Wirtschaftsverband unterstützen wir unsere Unternehmen im Dialog mit Politik und Marktpartnern beim Erreichen dieses Ziels – national und auf EU-Ebene.

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