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DGB fordert von Rundfunkanstalten mehr Transparenz ein

25.03.2020

Bei den Gremien der Rundfunkanstalten besteht ein Transparenzdefizit, welches dringend behoben werden muss. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Studie die im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) vom Lehrstuhl für internationalen Journalismus der Technischen Universität Dortmund erstellt wurde. In der Studie „Öffentliche Anteilnahme ermöglichen. Transparenz, Aufsicht und öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Deutschland“, hat der Autor Dominik Speck die verschiedenen Transparenzregularien für die Anstalten und ihre Aufsichtsgremien verglichen und dabei ein Ungleichgewicht, insbesondere bei der Ausgestaltung der einzelnen Gremiensatzungen und Richtlinien festgestellt. Aus Sicht des Autors bedarf es zur Steigerung der Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einem Mehr an Transparenz. Vor allem eine stärkere öffentliche Darlegung, wie die Arbeit der Aufsichtsgremien erfolgt, hält der Autor für erforderlich.

Der Studienautor empfiehlt unter anderem konkret, dass die Gremien anstaltsübergreifend darauf hinwirken sollten, dass die Transparenz über die Beteiligungsunternehmen der Rundfunkanstalten verbessert wird. Die Veröffentlichung ausführlicher Beteiligungsberichte sei notwendig. Auch sollten die Geschäftsberichte und Jahresabschlüsse von allen Anstalten umfassend, zeitnah sowie allgemein verständlich und nachvollziehbar publiziert und zugänglich gemacht werden. Hier besteht laut Untersuchung häufig noch großer Nachholbedarf. Außerdem sollten die Gremien auf eine Professionalisierung ihrer Arbeit hinwirken und dabei ihre Öffentlichkeitsarbeit stärker auf eigene Füße stellen. Eigenständige Onlineauftritte wären eine weitere Maßnahme zu mehr Unabhängigkeit. Zudem fordert die Studie, dass die Rundfunkanstalten ihre Tarifstrukturen und außertariflichen Vereinbarungen sowie Bezüge der Geschäftsleitung strukturiert und nach einheitlichen Kriterien darlegen.

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Ansprechpartner

Tim Steinhauer

Senior Referent Medienverantwortung und Programm