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Familien in Deutschland sehen viel gemeinsam fern und hören Radio

16.02.2018

Auch für Familien in Deutschland zählen Fernsehen und Radio zu den meistgenutzten Freizeitbeschäftigungen. Wie aus der jetzt veröffentlichten FIM-Studie 2016 (Familien, Interaktion, Medien) hervorgeht, sehen 58 Prozent der Eltern mit ihren Kindern täglich oder mehrmals pro Woche gemeinsam fern, bei den Frauen ist der Anteil mit 63 Prozent sogar noch etwas höher. 47 Prozent der Eltern hören regelmäßig mit ihren Kindern gemeinsam Radio. Auf Rang 3 liegt Musik hören, mit deutlichem Abstand vor Büchern und Comics sowie Social Media-Angeboten.

Bei den Kindern allein steht das Fernsehen ebenfalls ganz oben. 89 Prozent der Kinder zwischen 6 und 11 Jahren sehen täglich oder mehrmals pro Woche fern. Bei den 12- bis 19-Jährigen sind es 86 Prozent, von den 3- bis 5-Jährigen sehen 76 Prozent regelmäßig fern. Das Radio wird von rund der Hälfte der Kinder im Alter zwischen 6 bis 19 Jahren genutzt (6-11: 47 %; 12-19: 52 %). Auch das Internet spielt vor allem bei den Älteren eine Rolle. Social Media-Angebote werden von 82 Prozent der 12- bis 19-Jährigen genutzt, bei den 6- bis 11-Jährigen ist es nur rund jeder Vierte (24 %). Ebenso nimmt die Onlinevideo-Nutzung mit steigendem Alter zu.

Die Geräteausstattung verändert sich mit steigendem Alter ebenfalls stark. So besitzt fast jeder zwischen 12 und 19 Jahren ein Handy oder Smartphone (98 %), bei den 6- bis 11-Jährigen sind es mit 43 Prozent weniger als die Hälfte. Ebenso hat die große Mehrheit der Älteren (87 %) Zugang zum Internet. Über eigene Fernsehgeräte, Computer oder Spielekonsolen verfügen rund zwei von drei 12- bis 19-Jährigen, bei den jüngeren Kindern sind vor allem Spielkonsolen verbreitet (47 %). Rund jeder fünfte 6- bis 11-Jährige verfügt über einen eigenen Fernseher (19 %), einen eigenen Computer haben hingegen nur 8 Prozent. Bei Radiogeräten ist die Ausstattung über die Altersgruppen hinweg ähnlich. Während 49 Prozent der 12- bis 19-Jährigen über ein eigenes Radiogerät verfügen sind es bei den 6- bis 11-Jährigen immerhin 39 Prozent.

Die FIM-Studie basiert auf den Daten der JIM-Studie (Jugend, Information, Multimedia) und der KIM-Studie (Kinder, Internet, Medien) und stellt die Familie in den Fokus. Dafür werden die repräsentativen Ergebnisse der beiden Studien in Relation zueinander gesetzt. Für die Erhebung wurden rund 300 Familien in Deutschland im Frühsommer zu den Themen Kommunikation und Mediennutzung in der Familie befragt. Die Studienreihe wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest durchgeführt und bereits 2011 und 2016 durchgeführt.

Ansprechpartner

Johannes Leibiger

Leiter Medienwirtschaft & Forschung

Frank Giersberg

Geschäftsführer