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Werbeverbände sprechen sich gegen Entwurf einer neuen EU-Datenschutzverordnung aus

10.01.2012

Die Advertising Information Group (AIG), in welcher der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), die UK Advertising Association, der Österreichische Fachverband Werbung und Marktkommunikation und der Ungarische Magyar Reklámszövetség zusammengeschlossen sind, hat den Entwurf einer EU-Datenschutzverordnung kritisiert. In ihrer Stellungnahme fordert die Gruppe die EU-Kommission zu einer ausgewogeneren Herangehensweise auf. Zwar biete der Entwurf einige innovative und hilfreiche Neuerungen, insgesamt sei er aber zu streng und bürokratisch. Würde die Verordnung in dieser Form in Kraft treten, würde sich das negativ auf die europäische Wirtschaft auswirken, so die Gruppe.

Eine neue Datenschutzverordnung müsse eine Balance zwischen den Grundrechten der Bevölkerung und den wirtschaftlichen Interessen der europäischen Industrie finden. Stattdessen baue die Verordnung neue Hürden für die Wirtschaft auf. Beispielsweise wäre die Wirtschaft im neuen European Data Protection Board, das großen Einfluss auf die Weiterentwicklung des Datenschutzes haben soll, nicht vertreten. Zudem würden die in der Verordnung verankerten Sanktionen von bis zu 5 Prozent der weltweiten Einnahmen ungerechtfertigte Risiken und Unsicherheiten für die Wirtschaft bedeuten, bemängelt die AIG.