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Google: Cookie-Bann (vor-)erst Ende 2023

01.07.2021

Google plant, (jetzt erst) ab 2023 im Browser Chrome Third-Party Cookies nicht mehr zu unterstützen und deren Funktionalitäten durch eigene Instrumente zu ersetzen („Privacy Sandbox“). Wegen der Bedeutung von Third-Party Cookies für interessen-basierte Werbung erwarten Publisher und Werbevermittler Einnahmeverluste.

Diese Verzögerung kommt, nachdem unter anderem die Europäische Kommission ein förmliches Kartellverfahren eingeleitet hat, um zu prüfen, ob Google gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen hat, indem es seine eigenen Online-Werbeanzeigen-Technologiedienste (sogenannte „Ad Tech“-Branche) zulasten konkurrierender Anbieter von Werbetechnologiediensten, Werbetreibender und Online-Verleger bevorzugt hat. Im Fokus der Untersuchung steht das seitens Google angekündigte Verbot der Platzierung von Drittanbieter-Cookies auf Chrome und seine Auswirkungen auf die Märkte für Online-Werbeanzeigen und -Werbeanzeigenvermittlung.

Unter dem Projektnamen „Privacy Sandbox“ kündigte Google im Jahr 2019 eine Reihe von Maßnahmen an, um – seiner Ansicht nach – den Datenschutz im Internet zu erhöhen. Im Zentrum der Privacy Sandbox steht, in Googles Browser Chrome Third-Party Cookies nicht mehr zu unterstützen. Auch Umgehungstechnologien, um Nutzer zu identifizieren, wie Fingerprinting oder SSOs, will Google technisch verhindern. Stattdessen beabsichtigt Google, einige Alternativen anzubieten, die Cookies ersetzen und die gleichen Funktionen erfüllen sollen.

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Dr. Christina Oelke

Stv. Justiziarin