Back to top

VPRT auf den Medientagen München 2016 - Radio (VPRT-Jahresbericht 2016)

01.06.2017

„Die Radio-Agenda: Future Proof – Was macht Radio zukunftsfest?“

Das VPRT-Radiopanel auf den 30. Medientagen München ging der Frage nach, wie künftig die medienrechtlichen Rahmenbedingungen für das Radio gestaltet sein sollen. Der VPRT-Fachbereichsvorsitzende Klaus Schunk wies einleitend darauf hin, dass der Wettbewerb zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Anbietern gleiche Ausgangsbedingungen für die digitale Transformation braucht. Angesichts eines 600 Millionen Euro hohen DAB+-Etats für die ARD-Radios und gleichzeitig fehlender Förderung für die Privatradios ist diese Balance nicht gegeben.

In ihren Impulsvorträgen zeigten Leena Puntila (Bauer Media Finnland), Dr. Ulrich Liebenow (MDR) und Albert Malli (ORF), dass die Zukunft des Radios aus einer Kombination von Broadcast und Internet besteht und sich Radio nicht auf einen Verbreitungsweg beschränken kann. Albert Malli betonte zudem, dass DAB+ sich nur dann durchsetzen kann, wenn für alle Marktteilnehmer eine Chance auf Refinanzierung besteht.

In der von Michael Hanfeld (FAZ) moderierten Diskussionsrunde appellierte Siegfried Schneider (DLM, BLM) an die privaten Radioanbieter, bei DAB+ mitzugehen, um nicht den Anschluss an die Zukunft zu verlieren. Markus Blume (MdL, CSU) plädierte wiederum für den Erhalt der Angebotsvielfalt. Er sicherte zu, sich für die Bereitstellung der notwendigen DAB+-Mittel einsetzen zu wollen. Der Medienwissenschaftler Prof. Hermann Rotermund warnte davor, sich nur auf DAB+ zu fokussieren, da es in Deutschland bereits andere Wege der digitalen Verbreitung gibt. Einigkeit bestand, dass die Programmvielfalt der Radiobranche gerade im Hinblick auf neue Player, wie Spotify, zu erhalten ist.

Mehr zur Thematik

Ansprechpartner

René Böhnke

Senior Referent Medientechnologie & IT

Termine