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Annette Kümmel zum Jugendmedienschutz: „Bund und Länder müssen Gespräche fortsetzen“

27.03.2020

Annette Kümmel kritisiert in einem Interview für das Branchenportal Meinungsbarometer.info den Gesetzesentwurf zur Änderung des Jugendschutzgesetzes scharf. Seit vielen Jahren ist es eine zentrale Forderung des VAUNET, dass auch im Bereich des Kinder- und Jugendmedienschutzes die Regulierung der Medienkonvergenz folgen muss. Das Bundesfamilienministerium verfehlt mit seinem Entwurf dieses Ziel und lässt eine bessere „Verzahnung“ zwischen Bundes- und Landesrecht vermissen. Sie kritisiert zudem, dass mit der Umwandlung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien in eine Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz unnötige neue Strukturen entstehen. Sie werden den Jugendmedienschutz aus Sicht des VAUNET weder konvergenter noch schneller machen. Die eigentliche Aufgabe wäre, nach Synergien zu suchen sowie gegebenenfalls Institutionen zu verschmelzen und Zuständigkeiten zu bündeln, statt neue aufzubauen.

Annette Kümmel appelliert an Bund und Länder, ihre Gespräche, ggf. unter Einbeziehung eines Vermittlers, für einen konvergnten Rechtsrahmen fortzusetzen und Vertreter der Wirtschaft ebenso wie Jugendschutzeinrichtungen einzubeziehen.

Positionen des VAUNET zum Jugendmedienschutz

Ansprechpartner

Daniela Beaujean

Geschäftsführerin / Justiziarin

Tim Steinhauer

Senior Referent Medienverantwortung und Programm