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DSGVO in Europa: Geldbußen in Höhe von 114 Millionen

20.01.2020

Die jüngste Umfrage zu Verstößen gegen die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Rechtsanwaltskanzlei DLA Piper zeigt, dass die europäischen Datenschutzbehörden im Rahmen der neuen Regelungen für Verstöße Geldbußen in Höhe von 114 Millionen Euro verhängt haben. Frankreich, Deutschland und Österreich führen die Rangliste für den Gesamtwert der Strafen mit jeweils etwas mehr als 51 Millionen Euro, 24,5 Millionen Euro und 18 Millionen Euro an. Bei der Anzahl der gemeldeten Datenverletzungen wiesen die Niederlande, Deutschland und das Vereinigte Königreich die höchste Anzahl mit jeweils 40.647, 37.636 und 22.181 Meldungen aus.

Die Quote der Meldungen von Datenverstößen ist im Vergleich zum Bericht des letzten Jahres um über 12 Prozent gestiegen. Laut den Autoren wurde durch die Diskussion um die DSGVO das Thema Datensicherheitsverletzung in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen. Daraus resultiere ihrer Ansicht nach auch der hohe Anstieg seit Inkrafttreten im Mai 2018. Auf die Regulierungsbehörden komme jetzt die Aufgabe zu, ihre neuen Befugnisse zur Sanktionierung und Bußgeldverhängung umzusetzen.

Patrick Van Eecke, Vorsitzender der internationalen Datenschutzeinheit von DLA Piper, weist darauf hin: „Die früh nach Inkrafttreten der Verordnung verhängten Bußgelder werfen viele Fragen auf. Fragen sie zwei verschiedene Regulierungsbehörden, wie die Bußgelder berechnet werden sollten, und sie werden zwei verschiedene Antworten erhalten. Wir sind Jahre davon entfernt, Rechtssicherheit in diesen entscheidenden Punkten zu haben, aber eines ist sicher, wir können in den kommenden Jahren mit viel mehr Geldstrafen und Berufungen rechnen.“

Der Bericht befasst sich näher mit der Anzahl der Verstöße, die den Regulierungsbehörden in ganz Europa gemeldet wurden, und gibt einen Überblick über die Anzahl der Geldstrafen, die in den verschiedenen Ländern seit dem Beginn des neuen Datenschutzregimes am 25. Mai 2018 verhängt wurden.