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VAUNET auf dem Digital-Gipfel der Bundesregierung

04.12.2018

Bundeskanzlerin Merkel sichert Inhalteanbietern Unterstützung zu

In ihrer Rede auf dem Digital-Gipfel sichert Bundeskanzlerin Merkel den Vertretern der Plattform Kultur und Medien zu, Kreativität und Inhalte nicht dem Diktum der Digitalisierung opfern zu wollen. An einem Tag, an dem der Hashtag „Artikel 13“ bei Twitter trendet und das Urheberrecht auf den deutschen Schulhöfen diskutiert wird, ist dies ein wichtiges Signal. Zuvor hatte der Co-Vorsitzende der Plattform und VAUNET-Bevollmächtigte für die Deutsche Content Allianz, Jürgen Doetz, während des obligatorischen Gipfel-Mittagessens die Bundeskanzlerin gemahnt, die Bedeutung von Kultur und Medien gerade in einer sich schnell wandelnden Gesellschaft nicht zu unterschätzen.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in ihrer Rede: Herr Doetz hat uns darauf hingewiesen, dass das Urheberrecht und der Content nicht immer identisch sind, dass es auf jeden Fall wichtig ist, dass wir Content, also Inhalt, schützen und dass ein erarbeiteter Inhalt weiterhin seinen Wert behält. Die Idee, man könnte sozusagen eine digitale Welt schaffen, in der alles genau andersherum als in der realen ist, wird nicht aufgehen. Bestimmte Grundprinzipien müssen auch in der digitalen Welt durchgesetzt werden. Und dazu gehört natürlich auch die Bepreisung von Kreativität. Ansonsten werden wir eine fürchterliche Verflachung von Inhalten bekommen, die wir nicht akzeptieren können. Hierbei haben wir noch viel zu tun."

Bundeswirtschaftsminister Altmaier betont die aufklärende Rolle der Medien

Bundeswirtschaftsminister Altmaier schaut trotz gut gefülltem Terminkalender auch bei der Plattform Kultur und Medien in der Nürnberger Kongresshalle vorbei. Am Stand der Medienbranche, vertreten durch ARD und VAUNET, werden beispielhafte Dokumentationen und Beiträge gezeigt, die sich dem Thema „KI“ widmen. Hiervon, so der ausdrückliche Wunsch des Ministers, müsse es zukünftig noch mehr geben. Dies kommt nicht von ungefähr: Die Bundesregierung hebt in ihrem Strategiepapier zur Künstlichen Intelligenz hervor, dass eine frühzeitige Aufklärung und Einbindung der Gesellschaft erfolgen muss. Und die Medienbranche spielt den Ball gerne zurück: Nur durch vielfältige, unabhängige Medienangebote kann der Bevölkerung die Zukunftsangst genommen werden. Medien helfen, den notwendigen gesellschaftlichen Diskurs rund um diese Schlüsseltechnologien zu führen. Hierfür braucht es Rahmenbedingungen, die Vielfalt sichern, und einen klaren politischen Willen.

Ausprobieren und eintauchen

Wie wichtig es ist, sich offen für Neues zu zeigen, bewies dann der Bundesminister selbst und kannte keine Berührungsängste. Bei den Kollegen des game-Verbands ließ er sich rund um seine Heimatstadt Ensdorf das Strategiespiel anno 1800 erklären. Und wahrscheinlich nicht zum ersten Mal setze er sich eine VR-Brille auf und tauchte in die Kunstwelt eines Hieronymus Bosch ein – eine Installation, die durch den Deutschen Börsenverein ermöglicht wurde.

 

Ansprechpartner

Dr. Harald Flemming

Geschäftsführer

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