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TV-Produktionsmarkt Deutschland: Bedeutung der privaten TV-Sender als Auftraggeber gewachsen

04.12.2018

Innerhalb des Gesamtmarktes gibt es jedoch gegenläufige Entwicklungen. Seit 2011 ist der Anteil der Kinofilmproduktionen am Gesamtumsatz zurückgegangen. Der TV-Bereich kann hingegen einen Zuwachs verzeichnen. Der Output von produzierten TV-Minuten ist von 2011 bis 2017 von 800.000 auf 900.000 gestiegen.

2017 lag der Gesamtnettoumsatz (ohne Förderung) bei der Herstellung audiovisueller Produktionen in Deutschland bei rund 4,9 Milliarden EUR. Die klassischen Produzenten (Kinofilm- und TV-Produzenten) haben dabei rund 3,14 Milliarden EUR erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahr ist der Gesamtumsatz der klassischen Produzenten um fast 10 Prozent gestiegen.

Die wichtigsten Partner der deutschen TV- und Filmproduktionsunternehmen sind nach wie vor die Landesrundfunkanstalten sowie ihre gemeinsame Filmtochtergesellschaft Degeto. Auf die ARD folgen das ZDF und die Mediengruppe RTL Deutschland. Die Bedeutung der privaten TV-Sender als Auftraggeber ist dabei seit 2011 gewachsen. Ihr Anteil am Gesamtumsatz ist von 38 Prozent auf 43 Prozent gestiegen. 

Der Produzentenbericht 2018 ist in Kooperation mit der Beratungs- und Forschungsgruppe Goldmedia und unter finanzieller Beteiligung von Filmförderinstitutionen aus Bund und Ländern entstanden. Die Studie wurde anhand von bundesweiten quantitativen Befragungen der Film- und Fernsehproduzenten mittels eines Online-Fragebogens im Zeitraum April bis Juni 2018 erhoben. Insgesamt haben 329 Unternehmen an der Befragung teilgenommen.

Ansprechpartner

Johannes Leibiger

Referent Medienwirtschaft

Daniela Beaujean

Mitglied der Geschäftsleitung / Recht und Regulierung, Justiziarin