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Fernsehnutzung in Europa bleibt konstant auf hohem Niveau

19.11.2018

Die Fernsehnutzung in Europa bleibt konstant auf hohem Niveau: Das ist eines der Kernergebnisse der 25. Ausgabe der Studienreihe „TV Key Facts 2018“ von RTL AdConnect. Demnach betrug die durchschnittliche tägliche Sehdauer im Jahr 2017 für das Gesamtpublikum innerhalb der EU 227 Minuten (2016: 230 Minuten). Der Wert bezieht sich auf die klassische Fernsehnutzung auf dem TV-Gerät, die gesamte Bewegtbildnutzung über alle Endgeräte fällt somit noch höher aus.

Spitzenreiter im innereuropäischen Vergleich ist, wie bereits in den Vorjahren, Rumänien mit einer durchschnittlichen täglichen Sehdauer von 317 Minuten (2016: 329 Minuten), gefolgt von Serbien mit 313 Minuten (2016: 317 Minuten) und Portugal mit 284 Minuten (2016: 287 Minuten). Die zeitversetzte Fernsehnutzung auf dem TV-Gerät variiert dabei stark von Land zu Land: Während in Deutschland der Anteil der zeitversetzten TV-Nutzung seit der Einführung der Messung in 2009 relativ stabil bei 0,3 Prozent liegt, beträgt der Anteil in der französischen Schweiz (17,1 %), Nord-Belgien (16,7 %) und der Deutschschweiz (14,8 %) weit über zehn Prozent.

Zur nutzungsintensivsten Primetime versammeln sich in Europa regelmäßig rund 264 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher. Deutschland liefert dabei mit einem Primetime-Publikum von 30,9 Millionen den größten Zuschaueranteil, gefolgt von Italien mit 25,3 Millionen, Großbritannien mit 24,9 sowie Frankreich mit 24,8 Millionen.

Der Anteil der digitalen Fernsehnutzung lag 2017 in der Europäischen Union bei 93,3 Prozent (2016: 91,5 %), die beliebtesten TV-Übertragungswege sind die digitale Terrestrik (30,7 %) und Satellit (30,3 %). Den Verbreitungsweg über Kabel nutzten 2017 in der EU 17,8 Prozent der TV-Haushalte und IPTV 14,6 Prozent. Deutschland liegt - aufgrund der noch teilweise analogen Kabelverbreitung - mit einem digitalen TV-Anteil von 85,4 Prozent (2016: 75,8 %) unter dem EU-Durchschnitt.

Als Treiber der Bewegtbildnutzung gilt nach wie vor die hohe Penetration von mobilen Endgeräten, insbesondere von Smartphones, von Smart- und Connected TV-Geräten sowie der Ausbau von Breitbandinternetverbindungen. Laut der Studienergebnissen beträgt die Smart-TV-Verbreitung in EU-Haushalten im Jahr 2017 37,1 Prozent (2016: 35,0 %). Europäischer Spitzenreiter ist Luxemburg mit einem Anteil von 52,9 Prozent (2016: 47,4 %), dicht gefolgt von Deutschland mit einer Verbreitung von 52,0 Prozent (2016: 46,7 %). Weltweit hat mit 57,1 Prozent nur Japan eine höhere Smart-TV-Verbreitung.

Die Studie „TV Key Facts“ von RTL AdConnect wird seit 1994 jährlich veröffentlicht und analysiert die Bewegtbild-Geräteausstattung und -Nutzung des Vorjahres in 35 europäischen Ländern sowie China, Indien, Japan und den USA. Die Daten liefern Eurodata TV Worldwide, IHS Markit, IAB Europe, ComScore, IAS sowie lokale Institute.

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Ansprechpartner

Johannes Leibiger

Referent Medienwirtschaft

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