Back to top

Werbeverbot für elektronische Zigaretten

29.04.2019

Die lange festgefahrene Debatte um ein Verbot der Tabakwerbung auf Plakatflächen nimmt wieder Fahrt auf. Ärzteverbände und die Deutsche Krebshilfe gingen in den letzten Woche aktiv in die Öffentlichkeit und fordern ein umfassendes Werbeverbot für Tabak, das zugleich für E-Zigaretten und Tabakerhitzer gelten soll. Deutschland sei bei den Werbeverboten europaweit ein "beschämendes Schlusslicht", sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krebshilfe Gerd Nettekoven der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Für audiovisuelle Medien ist ein solches Werbeverbot in der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD-RL) bereits festgelegt. Die 2018 revidierte AVMD-RL wurde um das Verbot von Werbung (Art. 9.1), Sponsoring (Art. 10.2) sowie Produktplatzierung (Art. 11.4) für Zigaretten und andere Tabakerzeugnisse auf „elektronische Zigaretten und Nachfüllbehälter“ erweitert. Diese Bestimmungen gelten für audiovisuelle Mediendienste bzw. lineare Dienste und VoD-Dienste. Werbungen für Zigaretten und andere Tabakerzeugnisse sowie elektronische Zigaretten und Nachfüllbehälter sind für Video-Sharing-Plattformen (VSPs) grundsätzlich ebenfalls untersagt. Von den Bestimmungen über Produktplatzierung und Sponsoring sind sie allerdings nicht erfasst.

 

Ansprechpartner

Daniela Beaujean

Mitglied der Geschäftsleitung / Recht und Regulierung, Justiziarin

Anne Peigné

European Affairs Manager