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Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft: volkswirtschaftliche Bedeutung 2019 gewachsen

04.11.2020

Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft ist im vergangenen Jahr 2019 in allen Bereichen weitergewachsen. Der Monitoringbericht 2020, welcher im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie von Goldmedia und der Hamburg Media School erstellt wird, gibt einen Überblick über die Entwicklungen in der Branche. Grundlage des Monitoringberichts ist die Definition der Wirtschaftsministerkonferenz: Sie versteht unter Kultur- und Kreativwirtschaft Unternehmen, die kreative und kulturelle Güter und Dienstleistungen schaffen, produzieren, verteilen und/oder verbreiten.

Gesamtumsatz steigt auf über 174 Milliarden Euro

Im Jahr 2019 ist der Umsatz in der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland um 3,4 Prozent auf schätzungsweise 174,1 Milliarden gestiegen. Damit ist die Umsatzentwicklung in der deutschen Kultur- und Kreativwirtschaft seit dem Jahr 2014 positiv, mit teils beachtlichen Zuwachsraten. Seit dem Jahr 2009 ist der Gesamtumsatz der Kultur- und Kreativwirtschaft innerhalb von zehn Jahren um rund 40 Milliarden Euro gewachsen – das entspricht im Durchschnitt einer jährlichen Wachstumsrate von 2,6 Prozent.

Bruttowertschöpfung erreicht 106,4 Milliarden Euro

Die Bruttowertschöpfung spiegelt den im Produktions- oder Leistungserstellungsprozess geschaffenen Mehrwert wider und ergibt sich aus dem Gesamtwert der erzeugten Waren und Dienstleistungen, abzüglich des Wertes der eingesetzten Vorleistungen. Mit einer Zunahme von schätzungsweise knapp 3,6 Milliarden Euro bzw. 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreichte die Bruttowertschöpfung in der Kultur- und Kreativwirtschaft einen neuen Höchstwert von 106,4 Milliarden Euro. Seit der Neudefinition der Kultur- und Kreativwirtschaft aufgrund der Anpassung der Wirtschaftszweigsystematik ist es bereits das zehnte Jahr in Folge mit einer positiven Wertschöpfungsentwicklung. Ausgehend von knapp 72 Milliarden Euro im Jahr 2009 ist die Wertschöpfung in der Kultur- und Kreativwirtschaft seitdem um knapp 34,6 Milliarden Euro angestiegen. Sie liegt im Branchenvergleich in etwa auf dem Niveau des Maschinenbaus und vor anderen wichtigen Branchen, wie den Finanzdienstleistern, der Energieversorgung und der chemischen Industrie. Nur die Branche Fahrzeugbau liegt mit deutlichem Abstand vorne.

Monitoringbericht Bruttowertschöpfung Branchenvergleich

 

Der Unternehmensbestand in der Kultur- und Kreativwirtschaft ist laut Monitoringbericht im Jahr 2019 in Deutschland mit schätzungsweise 258.790 Unternehmen leicht über dem Niveau des Vorjahres (2018: 256.600). Gleichzeitig stieg ebenfalls die Zahl der Kernerwerbstätigen um knapp 40.000 bzw. 3,4 Prozent auf 1,236 Millionen.

Detaillierte Informationen zu den Umsätzen der audiovisuellen Medien finden sich in der VAUNET-Publikation „Umsätze audiovisueller Medien in Deutschland (Statistik 2019)“. Die Rolle der AV-Medien wird außerdem in der Wirtschaftsstudie "Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Audio- und audiovisuellen Medien in Deutschland (2017)" beleuchtet.

 

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