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Einnahmen der Radioindustrie im internationalen Vergleich (2015)

08.02.2017

Im Jahr 2015 sind die Erlöse der Radioindustrie weltweit leicht angestiegen und lagen bei knapp 40 Milliarden Euro. Wie aus dem International Communications Market Report 2016 der britischen Medienaufsicht OFCOM hervorgeht, stammt mit 30 Milliarden Euro der Großteil der weltweiten Radio-Erlöse aus der Werbefinanzierung. Die öffentliche Gebührenfinanzierung macht 5,8 Milliarden Euro aus, während 3,7 Milliarden über Abonnements erwirtschaftet werden.

Die USA liegen im internationalen Vergleich mit deutlichem Abstand vorn. In 2015 hat die US-amerikanische Radioindustrie laut OFCOM insgesamt 19,14 Mrd. Euro erwirtschaftet. Auf Platz 2 liegt Deutschland mit einem Radio-Marktvolumen von 3,52 Milliarden Euro. Mit einigem Abstand folgen China (2,1 Mrd. Euro), Großbritannien (1,72 Mrd. Euro) und Frankreich (1,3 Mrd. Euro).

Den größten Anteil an den Erlösen erwirtschaften die Radiounternehmen mit Werbung, die allein 30,0 Milliarden Euro (76 Prozent) eingespielt hat. Auf Rang 2 folgen Gebühreneinnahmen mit 5,8 Mrd. Euro (15 Prozent), während Abonnements nur auf 3,7 Milliarden Euro (9 Prozent) kommen.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland als größter Radio-Gesamtmarkt mit einem Gesamtvolumen von 3,52 Milliarden Euro vorne. Das mit Abstand größte Segment im deutschen Radiomarkt sind die öffentlichen Gelder in Höhe von 2,8 Milliarden Euro (79 Prozent). In Europa liegt in diesem Segment Großbritannien mit 0,98 Milliarden Euro auf Platz 2, gefolgt von Frankreich (0,53 Mrd. Euro). Die höchsten Werbeumsätze im Radio verzeichnet Frankreich mit 0,77 Milliarden Euro, vor Deutschland (0,74 Mrd. Euro) und Großbritannien (0,72 Mrd. Euro), Spanien (0,45 Mrd. Euro) und Italien (0,37 Mrd. Euro).

Die höchsten Pro-Kopf-Einnahmen insgesamt werden mit 59,5 Euro pro Jahr in der US-amerikanischen Radio-Industrie erwirtschaftet. In Deutschland werden pro Kopf und Jahr 43,6 Euro umgesetzt, Schweden liegt im internationalen Vergleich mit 35,4 Euro an dritter Stelle.

Der OFCOM International Communication Market Report vergleicht die Penetration, Nutzung und Veränderungen im Kommunikationssektor Großbritanniens mit 17 internationalen Märkten. Neben Deutschland sind Australien, Brasilien, China, Frankreich, Indien, Italien, Japan, die Niederlande, Nigeria, Polen, Russland, Schweden, Singapur, Spanien, Südkorea und die USA Teil der Analyse. Aufgrund von veränderten Definitionen, neuen Datenquelle, Methoden und Erhebungen, aber auch schwankenden Umrechnungskursen sind die Daten der diesjährigen Publikation nicht immer mit den Daten der Vorjahre vergleichbar. Im Gegensatz zu VPRT-Publikationen enthalten die Umsätze der OFCOM-Publikationen Gebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie technische Entgelte für den Zugang zu Plattformen (z.B. Kabelgebühren).

Die Angaben der OFCOM weichen teilweise ab von den VPRT-Erhebungen in der Publikation „Umsätze der audiovisuellen Medien in Deutschland - Statistik 2015 - Marktprognose 2016 - Trendprognosen 2016-2021“.

Radio und Audionutzung 2015 im internationalen Vergleich

Dokumente: 

Ansprechpartner

Frank Giersberg

Mitglied der Geschäftsleitung / Markt- und Geschäftsentwicklung, Kaufmännischer Leiter