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Jugendschutzinitiative „sicher online gehen“ von Politik und Wirtschaft gestartet

06.07.2012

In Anwesenheit der Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder sowie der Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und Sachsen, Kurt Beck und Stanislaw Tillich, startete am 6. Juli 2012 die Jugendschutzinitiative „sicher online gehen“. Mit der Initiative setzen sich Bund, Länder und Wirtschaft gemeinsam mit Einrichtungen des Kinder- und Jugendschutzes für altersgerechten Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet ein. Der VPRT zählt zu den über 30 Gründungspartnern der Initiative und hat die Charta „sicher online gehen“ mit unterzeichnet.

Hauptziel der Initiative ist die Verbreitung von Informationen über Jugendschutzmöglichkeiten im Internet, insbesondere über sichere Surfräume sowie die Angebote des technischen Jugendmedienschutzes und anerkannter Jugendschutzprogramme.


 

Als einer der sieben Redner der heutigen Auftaktveranstaltung verwies VPRT-Präsident Jürgen Doetz auf die bislang unternommenen Anstrengungen des privaten Rundfunks im Bereich Jugendmedienschutz; seien es z. B. die Gründungen der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen, der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter und des Whitelist-Projekts „fragFINN“ sowie das altersgerechte Labeling von Telemedienangeboten. Zugleich hob er hervor, dass sich das immer besser einspielende System der regulierten Selbstregulierung in Zeiten der Medienkonvergenz weiterentwickeln muss, aber ohne dass dies zu Lasten der jeweiligen Selbstkontrolleinrichtungen erfolgt. Vielmehr müssen die Entscheidungen von FSF und FSM wechselseitig gelten. Jürgen Doetz appellierte an die Politik, die Initiative als Signal für eine moderne Weiterentwicklung des Jugendmedienschutzes, insbesondere bei der nächsten Novellierung des  Jugendmedienschutzstaatsvertrages, zu verstehen. Die öffentlich-rechtlichen Sender, welche die Initiative derzeit nicht mittragen, hat er zur Mitwirkung bei „sicher online gehen“ und zum gemeinsamen Jugendschutzengagement aufgerufen.

Die Bundesfamilienministerin hatte in ihrem Statement zuvor darauf verwiesen, dass im Jugendmedienschutz auf eine ausgewogenen Balance zwischen der Medienkompetenz bei den Kinder und Jugendlichen, der Verantwortung der Eltern und des technischen Jugendmedienschutzes ankomme. Das Informationsbedürfnis von Eltern sei groß und die Initiative gibt die Chance, nunmehr auch umfangreich Informationen bereitzustellen.

Die Ministerpräsidenten betonten in ihren Ansprachen, dass die Entwicklung der Jugendschutzprogramme nicht stehen bleiben darf und diese insbesondere für mobile Lösungen weiterentwickelt werden müssen. Zudem riefen sie die Wirtschaft auf, ihre Telemedienangebote zu labeln, weil nur so die Akzeptanz des technischen Jugendmedienschutzes erhöht werden kann.

Ansprechpartner

Tim Steinhauer

Referent Medienverantwortung und Programm