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Bundesfamilienministerin will Informationsangebot für Jugendschutz ausbauen

17.04.2015

Die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat zum Auftakt der Konferenz „Net Children 2020“ erklärt, sich stärker im Bereich Medienerziehung engagieren zu wollen. Unter dem Dach der Initiative „Gutes Aufwachsen mit Medien“ möchte das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend seine Informationsangebote ausbauen und verlässliche Beratung für Familien unterstützen. Dafür will das Ministerium ein Servicebüro einrichten, das Informationen zu medialen Entwicklungen aus Forschung und Praxis für Fachkräfte in Jugendhilfe, Kitas und Schulen aufbereitet, Austauschmöglichkeiten schafft und lokale Netzwerke berät.

Eine der fünf Punkte, welche die Initiative vorantreiben möchte, ist neben einer besseren Durchsetzung des Jugendmedienschutzes im Internet und der Schaffung von einfachen Schutzoptionen für Geräte und Onlineplattformen die Übertragung von bekannten Orientierungshilfen aus der Offline-Welt in die digitale Welt. Die Bundesministerin hält es für angebracht, die visuellen Alterskennzeichnungen der Jugendschutzgesetz-Selbstkontrollen (DVD, Kino) auch auf Kinderwebseiten zu übertragen. Ihre Ansicht sieht sie durch eine vom Ministerium in Auftrag gegebene Studie des Deutschen Jugendinstitutes bestätigt, wonach rund 58 Prozent der befragten Eltern es für sehr hilfreich hielten, wenn auf Internetseiten und bei Apps darauf hingewiesen werden würde, für welche Altersklasse sie geeignet sind.

Des Weiteren sagte die Bundesfamilienministerin, dass „Jugendmedienschutz heute nicht mehr in nationalen Grenzen funktioniert. Kinder nutzen heute ganz selbstverständlich Apps, Videoportale und soziale Netzwerke – auch internationaler Anbieter. Wir werden das Jahr 2015 nutzen, um gemeinsam mit den Ländern zu abgestimmten Regelungen im Jugendmedienschutz zu kommen. Mit einer Novellierung des Jugendschutzgesetzes und unserem Beitrag zu einem ‚Entwicklungsfonds Jugendmedienschutz‘ wollen wir international anschlussfähige Regelungen und Strukturen schaffen.“

Ansprechpartner

Tim Steinhauer

Referent Medienverantwortung und Programm

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