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70 Jahre SOS-Kinderdörfer: Dokumentationssender PLANET zeigt Doku-Reihe

06.06.2019

„Jedem Kind ein liebevolles Zuhause“ - das war das Leitmotiv von Hermann Gmeiner, der 1949 das erste SOS-Kinderdorf der Welt in Imst in Tirol gründete. Mittlerweile sind die SOS-Kinderdörfer weltweit mit über 570 SOS-Kinderdörfern und zahlreichen Projekten in 136 Ländern tätig – eine Erfolgsgeschichte. Der Dokumentationssender PLANET will diese wichtige Arbeit unterstützen und zeigt zum 70-jährigen Jubiläum vom 10. bis zum 16. Juni 2019 eine Sonderprogrammierung über Erfolgsgeschichten ehemaliger SOS-Kinder und die historische Entwicklung der SOS-Kinderdörfer weltweit. Damit setzen PLANET und die Hilfsorganisation ihre erfolgreiche Kooperation, die seit 2012 besteht, auch in diesem Jahr mit der Reihe „SOS TV“ fort. Die Kurz- und Langdokumentationen wurden von SOS-Kinderdörfer weltweit in Zusammenarbeit mit renommierten Regisseuren produziert und werden zum Teil das erste Mal im Fernsehen ausgestrahlt.

Arzt, Architektin und Unternehmern

In einer Kurzfilmreihe vom 10. bis zum 14. Juni lernen wir u.a. Ariful kennen, der in Bangladesch in einem SOS-Kinderdorf aufwuchs und heute als Arzt arbeitet. Wir treffen Dominga aus Panama, die mit fünf Jahren ausgesetzt wurde, im SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause fand und heute als erfolgreiche Architektin arbeitet. Außerdem begegnen wir Tenina aus Swasiland, die, als ihre Eltern starben, schon mit acht Jahren zum Arbeiten gezwungen war. Dann kam sie in ein SOS-Kinderdorf,
konnte erfolgreich studieren und schließlich Geschäftsfrau werden. Außerdem reisen wir nach Nigeria, wo Jugendliche zu Landwirten ausgebildet werden und nach Ägypten zu einer Tanzgruppe für Kinder.

Ein Blick in die Geschichte

Zum Jubiläum zeigt PLANET zudem zwei Dokumentarfilme, die den Blick auf die bewegte Geschichte der Hilfsorganisation und ihre großen Persönlichkeiten richten. Als Präsident der SOS-Kinderdörfer reiste Helmut Kutin in viele Länder. Die Filmemacherin Elisabeth Mayer begleitete den Mann, der 26 Jahre lang an der Spitze der SOS-Kinderdörfer stand, auf seinen beiden letzten großen Reisen. Mayer kehrte mit ihm zudem auch an die Orte seiner Kindheit zurück („Helmut Kutin – kein Kind will eine Nummer sein“).

1949 verwirklicht Hermann Gmeiner mit dem Bau des ersten Kinderdorfes in Imst seine Idee: Eine Familie für die Kinder, denen der Krieg sie genommen hat. Trotz Kritik entstehen schnell mehr Dörfer. 1950 gibt es bereits tausend regelmäßige Spender und 1965 wird das erste außereuropäische Kinderdorf in Südkorea eingeweiht. Im Laufe der Zeit werden die SOS-Kinderdörfer zu einem weltweiten Werk der Versöhnung und der Verständigung („Stille Revolutionen – Die Geschichte der SOS-Kinderdörfer“).

„Kinder brauchen ein liebevolles und verlässliches Zuhause, Zugang zu Bildung und die Stärkung ihres Selbstvertrauens. Die Dokumentationen auf PLANET zeigen anschaulich, wie Kinder sich entwickeln können und welche Chancen sie im Leben haben, wenn ihnen all das gegeben wird“, sagt Dr. Wilfried Vyslozil, Vorstandsvorsitzender der SOS-Kinderdörfer weltweit in München. „Wir freuen uns, dass wir den Zuschauern von PLANET unsere spannenden Geschichten präsentieren können, die zeigen, dass Hilfe sich lohnt.“

„SOS TV“: Die Programme im Überblick:
Kurzfilmreihe (Deutsche Erstausstrahlung) Nigeria – Ausbildung zum Landwirt - 10.06.2019, 20.00 Uhr
Ägypten – Eine Tanzgruppe für Kinder - 11.06.2019, 20.00 Uhr
Ariful – Als Kind verschleppt, heute Arzt - 12.06.2019, 20.00 Uhr
Dominga – Architektin in Panama - 13.06.2019, 20.00 Uhr
Tenina – Mit Selbstvertrauen zum Erfolg - 13.06.2019, 20.00 Uhr
Das Leben eine Bühne – Der bosnische Schauspieler und SOS-Kind Rijad Gvozden (Deutsche Erstausstrahlung) – 15.06.2019, 20.15 Uhr
Sein Tanz ins Leben – Admir Kalkan aus dem SOS-Kinderdorf in Sarajevo (Deutsche Erstausstrahlung) – 16.06.2019, 20.15 Uhr
Helmut Kutin – kein Kind will eine Nummer sein – 15.06.2019, 20.50 Uhr
Stille Revolutionen – Die Geschichte der SOS-Kinderdörfer - 16.06.2019, 20.50 Uhr