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Rundfunkbeitragserlöse 2019 wieder über 8 Milliarden Euro

23.06.2020

Das Aufkommen der Rundfunkanstalten aus dem Rundfunkbeitrag ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,74 Prozent (2018 = 0,43 %) angestiegen. Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio hat 2019 für die Anstalten Erträge von 7,916 Milliarden Euro durch die Einziehung des Rundfunkbeitrages erzielt (ohne Anteil für die Landesmedienanstalten, 2018 = 7,858 Mrd. Euro). Dies sind rund 58,3 Millionen Euro mehr als im Vorjahr (2018 = 34 Mio. Euro). Das Gesamtaufkommen liegt bei 8,068 Milliarden Euro inklusive des Anteils für die Landesmedienanstalten (2018 = 8,009 Mrd. Euro).

2017 hatten die Rundfunkanstalten Erträge von 7,824 Milliarden Euro Rundfunkbeiträge erhalten. 2016 lagen die Erträge bei 7,827 Milliarden. 2015 betrug der Erlös 7,978 Milliarden Euro, 2014 waren es vor der Beitragssenkung 8,167 Milliarden Euro. Mit 7,916 Milliarden Euro liegen die Erträge von 2019 immer noch deutlich über denen von 2012, dem letzten Jahr vor der Einführung der Haushaltsabgabe. Damals betrugen die Erträge aus der Rundfunkgebühr für die Rundfunkanstalten 7,351 Milliarden Euro.
Der Gesamtbetrag für die Landesmedienanstalten umfasste 2018 mit 151,0 Millionen Euro annähernd den Vorjahreswert (2017 = 150,6 Mrd. Euro, 2016 = 150,6 Mio. Euro, 2015 = 153,4 Mio. Euro).

Die Beitragserlöse des ZDF betrugen 2019 2,008 Milliarden Euro (2018 = 1,994 Mrd. Euro, 2017 = 1,986 Mrd. Euro, 2016 = 1,971 Mrd. Euro, 2015 = 2,002 Mrd. Euro, 2014 = 2,021 Mrd. Euro, 2013 = 1,866 Mrd. Euro).

Beim Deutschlandradio gab es eine Steigerung auf 230,5 Millionen Euro (2018 = 228,9 Mio. Euro, 2017 = 228,2 Mio. Euro, 2016 = 216,9 Mio. Euro, 2015 = 218,1 Mio. Euro, 2014 = 213,3 Mio. Euro, 2013 = 196,8 Mio. Euro).

Innerhalb der ARD summierten sich die Beitragseinnahmen 2019 auf 5,677 Milliarden Euro. Rund 42 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. (2018 = 5,634 Mrd. Euro, 2017 = 5,609 Mrd. Euro, 2016 = 5,640 Mrd. Euro, 2015 = 5,758 Mrd. Euro, 2014 = 5,933 Mrd. Euro, 2013 = 5,473 Mrd. Euro).

Das gesamte Beitragsaufkommen war 2018 erstmals seit 2015 wieder gestiegen (+ 0,43 %). Gegenüber dem Vorjahr betrug der Zuwachs 0,74 Prozent. Zwischen 2017 und 2016 war das Beitragsaufkommen nahezu konstant geblieben. Es hatte nur einen leichten Rückgang um 0,05 Prozent gegeben. Die Differenz zwischen 2016 und 2015 lag noch bei -1,88 Prozent. Der Unterschied von 2016 gegenüber 2015 resultiert hauptsächlich daraus, dass von Januar bis Ende März 2015 noch der alte Beitragssatz von 17,98 Euro pro Monat zu zahlen war. Seit 1. April 2015 liegt der Monatsbetrag bei 17,50 Euro.

Als Gründe für den Anstieg des Aufkommens nennt der Beitragsservice, dass die Zahl der angemeldeten Betriebsstätten und Wohnungen gestiegen ist. Die Zahl der zum Rund­funk­beitrag an­ge­meldeten Wohnungen war im Jahr 2019 auf 39,9 Millionen – ein leichtes Plus von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr – angewachsen. Haupt­grund für den An­stieg ist der bundes­weite Melde­daten­ab­gleich, der am 6. Mai 2018 ge­startet war und 2019 fort­ge­führt wurde. Insgesamt meldete der Beitrags­service 2019 rund 2 Millionen Wohnungen neu zum Rund­funk­beitrag an, davon knapp 480.000 in­folge des bundes­weiten Meldedaten­ab­gleichs.

Seit dem 1. Januar 2017 gilt zwischen den Rundfunkanstalten ein neuer Verteilungsschlüssel. Im 20. Rundfunkänderungsstaatsvertrag wurde der § 9 Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag, welche die Aufteilung des Beitragsaufkommens regelt, geändert. Für die ARD sank der Anteil von 72,0454 Prozent auf 71,7068 Prozent. ZDF und Deutschlandradio erhalten prozentual mehr als zuvor. Beim ZDF stieg der Satz von 25,1813 Prozent auf 25,3792 Prozent und beim Deutschlandradio von 2,7733 Prozent auf 2,9140 Prozent. Der Anteil der Landesmedienanstalten blieb unverändert bei 1,8989 Prozent.

Zum 1. Januar 2021 wird sich der Verteilschlüssel erneut verändern, sofern der 1. Medienänderungsstaatsvertrag von allen Bundesländern bis Ende 2020 ratifiziert wird. Dabei wird sich der Anteil des ZDF und des Deutschlandradios erhöhen und der der ARD sich verringern.

Ansprechpartner

Tim Steinhauer

Senior Referent Medienverantwortung und Programm

Frank Giersberg

Geschäftsführer / Kaufmännischer Leiter