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Rundfunkbeitragserlöse 2018: Leichtes Plus auf 7,8 Milliarden Euro

02.07.2019

Das Aufkommen der Rundfunkanstalten aus dem Rundfunkbeitrag ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,43 Prozent angestiegen. Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio hat 2018 für die Anstalten Erträge von 7,858 Milliarden Euro durch die Einziehung des Rundfunkbeitrages erzielt (ohne Anteil für die Landesmedienanstalten). Dies sind rund 34 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das Gesamtaufkommen liegt bei 8,009 Milliarden Euro (inklusive des Anteils für die Landesmedienanstalten).

2017 hatten die Rundfunkanstalten Erträge 7,824 Milliarden Euro Rundfunkbeiträge erhalten. 2016 lagen die Erträge bei 7,827 Milliarden. 2015 betrug der Erlös 7,978 Milliarden Euro, 2014 waren es vor der Beitragssenkung 8,167 Milliarden Euro. Mit 7,858 Milliarden Euro liegen die Erträge von 2018 immer noch deutlich über den Erlösen von 2012, dem letzten Jahr vor der Einführung der Haushaltsabgabe. Damals betrugen die Erträge aus der Rundfunkgebühr für die Rundfunkanstalten 7,351 Milliarden Euro.
Der Gesamtbetrag für die Landesmedienanstalten umfasste 2018 mit 151,0 Millionen Euro annähernd den Vorjahreswert (2017 = 150,6 Mrd. Euro, 2016 = 150,6 Mio. Euro, 2015 = 153,4 Mio. Euro).

Die Beitragserlöse des ZDF betrugen 2018 1,994 Milliarden Euro (2017 = 1,986 Mrd. Euro, 2016 = 1,971 Mrd. Euro, 2015 = 2,002 Mrd. Euro, 2014 = 2,021 Mrd. Euro, 2013 = 1,866 Mrd. Euro).

Beim Deutschlandradio gab es eine knappe Steigerung auf 228,9 Millionen Euro (2017 = 228,2 Mio. Euro, 2016 = 216,9 Mio. Euro, 2015 = 218,1 Mio. Euro, 2014 = 213,3 Mio. Euro, 2013 = 196,8 Mio. Euro).

Innerhalb der ARD summierten sich die Beitragseinnahmen 2018 auf 5,634 Milliarden Euro. Rund 25 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. (2017 = 5,609 Mrd. Euro, 2016 = 5,640 Mrd. Euro, 2015 = 5,758 Mrd. Euro, 2014 = 5,933 Mrd. Euro, 2013 = 5,473 Mrd. Euro).

Das gesamte Beitragsaufkommen ist erstmals seit 2015 wieder gestiegen (+ 0,43 %). Zwischen 2017 und 2016 war das Beitragsaufkommen nahezu konstant geblieben. Es hatte nur einen leichten Rückgang um 0,05 Prozent gegeben. Die Differenz zwischen 2016 und 2015 lag noch bei -1,88 Prozent. Der Unterschied von 2016 gegenüber 2015 resultiert hauptsächlich daraus, dass von Januar bis Ende März 2015 noch der alte Beitragssatz von 17,98 Euro pro Monat zu zahlen war. Seit 1. April 2015 liegt der Monatsbetrag bei 17,50 Euro.

Als Gründe für den leichten Anstieg des Aufkommens nennt der Beitragsservice, dass die Zahl der angemeldeten Betriebsstätten und Wohnungen gestiegen und die Zahl der säumigen Zahler gesunken ist. Zugleich sei aber auch die Summe der von der Beitragszahlung berfreiten Haushalten auf einem Höchststand.

Seit dem 1. Januar 2017 gilt zwischen den Rundfunkanstalten ein neuer Verteilungsschlüssel. Im 20. Rundfunkänderungsstaatsvertrag wurde der § 9 Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag, welche die Aufteilung des Beitragsaufkommens regelt, geändert. Für die ARD sank der Anteil von 72,0454 Prozent auf 71,7068 Prozent. ZDF und Deutschlandradio erhalten prozentual mehr als zuvor. Beim ZDF stieg der Satz von 25,1813 Prozent auf 25,3792 Prozent und beim Deutschlandradio von 2,7733 Prozent auf 2,9140 Prozent. Der Anteil der Landesmedienanstalten blieb unverändert bei 1,8989 Prozent.

Ansprechpartner

Tim Steinhauer

Referent Medienverantwortung und Programm

Frank Giersberg

Geschäftsführer / Kaufmännischer Leiter