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Medienkorrespondenz: Rundfunkanstalten melden 3 Milliarden Euro Mehrbedarf an

27.06.2019

Das Fachmagazin Medienkorrespondenz berichtet, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio bei der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) für die kommende Beitragsperiode einen ungedeckten Finanzbedarf von drei Milliarden Euro angemeldet haben.

Von dieser Gesamtsumme entfallen 1,84 Milliarden Euro auf die ARD, auf das ZDF 1,06 Milliarden Euro und auf das Deutschlandradio 104 Millionen Euro.

Laut Berechnung der Fachzeitschrift würde die angemeldete Summe bei einer vollständigen Genehmigung durch die KEF einen Anstieg des monatlichen Rundfunkbeitrages von derzeit 17,50 Euro um 1,70 Euro auf 19,20 Euro bedeuten. Die KEF hat in den vergangenen Jahren bei ihren Prüfungen aber nie den von den Rundfunkanstalten angemeldeten Finanzbedarf 1:1 genehmigt, sondern u. a. wegen noch ungenutzter Einsparpotentiale, die Anmeldebeträge reduziert.

Bei ihrer Anmeldung für die Beitragsperiode 2017 bis 2020 (20. KEF-Bericht) hatten die Rundfunkanstalten einen zusätzlichen Finanzbedarf von 2,025 Milliarden Euro aufgerufen (ARD = 1,558 Mrd. EUR, ZDF = 383 Mio. EUR, Deutschlandradio = 84 Mio. EUR, arte = 35 Mio. EUR). Die Summe der damals angemeldeten Gesamtaufwendungen betrug für 2017 bis 2020 38,286 Milliarden Euro.

Für die Beitragsperiode 2013 bis 2016 (18. KEF-Bericht) hatte der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Länder einen ungedeckten Finanzbedarf von 1,472 Milliarden Euro angemeldet (ARD = 898 Mio. EUR, ZDF = 435 Mio. EUR, Deutschlandradio = 104 Mio. EUR, arte = 35 Mio. EUR). Die Gesamtsumme des für die Periode angemeldeten Aufwandes betrugt für 2013 bis 2016 35,08 Milliarden Euro.

Was die Rundfunkanstalten konkret für die kommenden Beitragsperiode an Aufwendungen bei der KEF angemeldet haben, geht aus dem Bericht der Medienkorrespondenz nicht hervor. Auch die Anstalten selbst haben bislang keine konkreten Gesamtsummen veröffentlicht. In ihren Pressemitteilungen aus Anlass der erfolgten KEF-Anmeldungen vom 2. Mai 2019 wurde nur die prozentualen Teuerungen für einzelne Bereiche, wie z. B. Programmaufwendungen, benannt.

 

Ansprechpartner

Daniela Beaujean

Mitglied der Geschäftsleitung / Recht und Regulierung, Justiziarin

Tim Steinhauer

Referent Medienverantwortung und Programm