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Medienbranche Berlin-Brandenburg zeichnet hohe Diversität aus

14.01.2020

Die Medienbranche der Region Berlin-Brandenburg wird von einem hohen Diversitätsgrad gekennzeichnet. Die Arbeitnehmerstruktur der Berlin-Brandenburger Medienunternehmen ist bezüglich Herkunft, Alter und Geschlecht überwiegend ausgewogen.

Für die vom media:net berlinbrandenburg e.V. herausgegebene und vom Medienboard Berlin-Brandenburg geförderte Erhebung waren 275 Unternehmen befragt worden, aus welchen Ländern ihre Mitarbeiter stammen, wie die Altersstruktur ist und wie sich der Anteil von Frauen und Männern verhält.

Geschlecht

Das Geschlechterverhältnis ist relativ ausgewogen. Insgesamt sind in 41 Prozent der Unternehmen mindestens 50 Prozent oder mehr Frauen beschäftigt. Wobei die einzelnen Branchen teilweise erkennbar voneinander abweichen. Im Bereich Fernsehen/Radio haben 55 Prozent der Unternehmen mindestens 50 Prozent oder mehr Frauen beschäftigt. Und in 92 Prozent der Unternehmen sind es mindestens 25 Prozent oder mehr Frauen. Ein Unternehmen, welches keine Frau beschäftigt gibt es nicht. Der Games/Software-Sektor ist dagegen stärker männlich geprägt. Nur in 20 Prozent der Games/Software-Unternehmen sind mindestens 50 Prozent oder mehr Frauen beschäftigt. Der Anteil der Unternehmen ohne beschäftigte Frauen liegt hier bei 16 Prozent.

Alter

Bei der Altersstruktur ist im Gesamtschnitt insbesondere die Altersgruppe zwischen 25 und 55 Jahren in den Unternehmen tätig. 84 Prozent der befragten Firmen haben Mitarbeiter dieser Altersklassen. Bei Beschäftigten über 55 Jahren sind es nur die Hälfte der Unternehmen. Bei unter 25jährigen sind es 56 Prozent der Firmen. Der Bereich Fernsehen/Radio ist neben der Musikbranche der ausgewogenste. 94 Prozent der TV- und Radiounternehmen beschäftigen 25- bis 55jährige, 79 Prozent der Firmen auch Menschen, die älter als 55 Jahre sind. Und 67 Prozent der Unternehmen beschäftigen Mitarbeiter die jünger als 25 Jahre sind. Zum Vergleich: In der Games-/Softwarebranche haben nur 20 Prozent der Unternehmen ältere Mitarbeiter über 55 Jahre. Auch die Beschäftigung von U25-Mitarbeitern liegt mit 49 Prozent unter dem Gesamtschnitt von 56 Prozent.

Herkunft

Drei Viertel der befragten Unternehmen (76 %) beschäftigen Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Unter den Firmen mit ausländischen Mitarbeitern überwiegen diejenigen, deren Anteil an ausländischen Beschäftigte unter 25 Prozent der Gesamtbelegschaft liegt. In der TV- und Radio-Branche ist der Anteil Beschäftigter aus dem Ausland eher gering. Nur bei vier Prozent der Unternehmen liegt der Ausländeranteil über 50 Prozent. Bei 71 Prozent der TV- und Radio-Unternehmen liegt er bei bis zu 25 Prozent der Gesamtbelegschaft. Zum Vergleich: Die Games/Softwarebranche ist zusammen mit der Musikbranche am internationalsten aufgestellt. Bei 46 bzw. 45 Prozent der Unternehmen beider Branchen beträgt die Zahl von Mitarbeitern mit ausländischer Staatsangehörigkeit 25 Prozent oder mehr.

 

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