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Deutscher Fernsehpreis 2018: 15 Awards für private TV-Sender

27.01.2018

Die privaten TV-Sender haben beim Deutschen Fernsehpreis 2018 15 Ehrungen erhalten. Fünf Deutsche Fernsehpreise gingen an Akteure und Produktionen der Mediengruppe RTL Deutschland. Sky wurde vier Mal als Gewinner aufgerufen. TNT Serie und ProSiebenSat.1 erhielten je drei Preise. Ein Award ging an Eurosport. (Mit einem Preis wurden sowohl Sendungleistungen bei RTL und ProSieben geehrt.)

Den Deutschen Fernsehpreis für die beste Informationssendung erhielt die RTL II-Sendung „Endlich Klartext! – Der große RTL II Politiker-Check“. Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 hatte sich RTL II den Programmen und Vertretern der sechs aussichtsreichsten Parteien gewidmet. Der Komiker Abdelkarim brachte Spitzenpolitiker mit Personen, die von den Parteivorschlägen unmittelbar betroffen wären, miteinander ins Gespräch. Der mit 10.000 Euro dotierte Förderpreis der Stifter ging zur Hälfte an den Journalisten und Moderator Louis Klamroth für seine n-tv-Politiktalksendung „Klamroths Konter“. 

Die großen Gewinner in den Kategorien für fiktionale TV-Sendungen waren die Sky/ARD-Produktion „Babylon Berlin“, die vier Ehrungen errang, sowie „4 Blocks“ von TNT Serie mit drei Preisen. In der Sektion „Beste Drama-Serie“ konnte sich  „Babylon Berlin“ gegen „4 Blocks“ behaupten. „Babylon Berlin “ erhielt zudem die Ehrungen für „Beste Kamera“ (Frank Griebe, Bernd Fischer und Philipp Haberlandt), „Beste Musik“: (Johnny Klimek und Tom Tykwer „Babylon Berlin) sowie „Beste Ausstattung“ (Pierre-Yves Gayraud und Uli Hanisch).

Die TNT Serie-Produktion „4 Blocks“ lag mit drei Auszeichnungen dicht hinter „Babylon Berlin“. „4 Blocks“-Regisseur Marvin Kren wurde für die „Beste Regie“ geehrt. Als „Besten Schauspieler“ würdigte die Jury Kida Khodr Ramadan, der in der Serie einen Neuköllner Clan-Chef spielt. Der Preis
für „Bester Schnitt“ (Jan Hille und Lars Jordan) ging ebenfalls an „4 Blocks“.

In der Kategorie „Beste Comedy-Serie“ setzte sich die RTL-Serie „Magda macht das schon!“ durch, in der eine Haushaltshilfe aus Polen für Schwung im Alltag einer deutschen Familien sorgt.

Im Unterhaltungsbereich gingen wie bei der Fiktion die meisten Ehrungen an private TV-Sender - insgesamt vier. ProSiebenSat.1 gewann den Preis „Beste Unterhaltung Primetime“ mit seiner bei SAT.1 und ProSieben ausgestrahlten Musik-Show „The Voice of Germany“, in der die Musiker Yvonne Catterfeld, Samu Haber, Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier sowie Mark Forster auf der Suche nach neuen Gesangstalenten sind. Als  „Beste Unterhaltung Late Night“ ehrten die Juoren „Luke! – Die Woche und ich“ von SAT.1. In seiner Show wirft Comedian Luke Mockridge einen humorvollen Blick auf die zurückliegenden sieben Tage. Die Ehrung für die „Beste gestalterische Leistung Unterhaltung“ erhielt Mark Achtenberg für seine Inszenierung des Finales von „Germany‘s next Topmodel“ (ProSieben) sowie seine Regieleistung bei der RTL-Show „Let’s Dance“. Der TV-Koch Tim Mälzer war zum zweiten Mal hintereinander mit seiner VOX-Sendereihe „Kitchen Impossible“ Sieger in der Kategorie „Factual Entertainment“. Insbesonder die „Weihnachts-Edition“ des Kochwettbewerbes, in der kulinarisch die Welt erkundet wurde, überzeugte die Jury.

Dass die Ehrung für die beste Sportsendung an Akteure des Privatfernsehens gehen würde, stand bereits vor der Verleihung fest. Alle drei Nominierungen waren Sportübertragungen im Privatfernsehen gewesen. Gegen ihre Mitfinalisten von RTL und Sport1 konnten sich am Ende Matthias Stach und Boris Becker für ihre Kommentierung der Tennis-US Open auf Eurosport behaupten.

Der Ehrenpreis der Stifter geht 2018 an den Show-Moderator Thomas Gottschalk, der als einziger deutscher TV-Moderator für alle großen deutschen TV-Sender gearbeitet hat bzw. noch arbeitet. Die Jury würdigte, dass er ein Entertainer sei, der mit einer unnachahmlichen Mischung aus Spontaneität und Seriosität seit Jahrzehnten im deutschen Fernsehen immer wieder Maßstäbe gesetzt hat.

Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Der Kreis der Stifter setzt sich aus den Geschäftsführern und Intendanten der vier austragenden Sender zusammen. Vorsitzender ist in diesem Jahr Kaspar Pflüger, Geschäftsführer von SAT.1. Zum Stiftergremium gehören überdies Dr. Thomas Bellut, Intendant des ZDF, Frank Hoffmann, Geschäftsführer Programm RTL Television, und Tom Buhrow, Intendant des WDR.

 

Ansprechpartner

Tim Steinhauer

Referent Medienverantwortung und Programm