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Drogen- und Suchtrat beschließt Handlungsempfehlungen zur Internetsucht

30.09.2016

Unter dem Vorsitz der Drogenbeauftragten Marlene Mortler hat der bundesweite Drogen- und Suchtrat, bestehend aus führenden Experten aus dem Bereich der Suchtforschung sowie Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen, Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppe „Prävention von Internetbezogenen Störungen“ sowie die Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Teilhabe von Suchtkranken am Arbeitsleben“ beschlossen. Vor allem im Bereich der Internetsucht müsse gehandelt werden, erklärte Mortler in diesem Zusammenhang. Die Empfehlungen der Experten gäben dabei wertvolle Orientierung. Man müsse die Kompetenzen der Eltern stärken und mit den Anbietern über Instrumente der Selbstbeschränkung und Kontrolle sprechen. Wichtig sei auch das Thema Jugendschutz.

Der VPRT, der ebenfalls dem Drogen- und Suchtrat angehört, hat sich bei der Abstimmung des Papieres enthalten und insbesondere fehlende Definitionen, Pauschalierungen, die Vorschläge zur Verhältnisprävention sowie die fehlende Beteiligung der Anbieter kritisiert. Auch die  Drogenbeauftragte erklärte, dass man hier noch viel forschen müsse und es sich weitgehend um Prüfaufträge an sie handele. Aus anderen Ressorts der Bundesregierung wurde betont, dass Möglichkeiten der Selbstregulierung unbedingt Vorrang gegenüber einer gesetzlichen Regelung haben müssen.

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