Back to top

DCN-Studie 2011: Fernsehen und Musik werden millionenfach illegal im Internet genutzt

31.08.2011

2010 wurden 54 Millionen Spiel- und Kinofilme und 23 Millionen Fernseh- und TV-Serien illegal im Internet heruntergeladen. Die Zahl der unerlaubt gedownloadeten Musiktitel lag bei 185 Millionen.

Der am 30. August 2011 in Berlin präsentierten Studie zur Digitalen Content-Nutzung (DCN-Studie 2011) zufolge, zählen Musik- und Bewegtbildangebote zu den beliebtesten Medieninhalten im Internet. Laut der vom Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI), dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) herausgegebenen und von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) durchgeführten Untersuchung erfolgt diese Nutzung aber überwiegend illegal. Demnach wurden 2010 insgesamt 65 Millionen Spielfilme und 38 Millionen Fernsehserien heruntergeladen. Der Anteil der illegalen Nutzung liegt jedoch bei 54 Millionen bzw. 23 Millionen Downloads.

Das Verhältnis zwischen dem verbotenen und dem erlaubten Herunterladen von Musikalben gestaltet sich ähnlich. Von insgesamt 62 Millionen Downloads waren 46 Millionen illegal.

Bei der Nutzung einzelner Musiktitel ist der prozentuale Anteil widerrechtlicher Downloads geringer. Von 414 Millionen heruntergeladenen Songs wurde 185 Millionen auf illegitimem Wege bezogen. Die Gruppe derjenigen, die aktiv illegal Medieninhalte im Netz nutzt, ist mit 3,7 Millionen im Verhältnis zur Gruppe der Legalnutzer (10,6 Mio.) zwar kleiner, aber sie geht wesentlicher intensiver zu Werke.

Der Anteil der „Downloader“ (illegal und legal  = 14,3 Mio.) an der Gesamtbevölkerung beträgt 22 Prozent.  Auch wenn ein Großteil der Deutschen noch keine Medieninhalte aus dem Internet heruntergeladen hat, weiß die Bevölkerungsmehrheit (80 Prozent) um die rechtlichen Folgen unerlaubter Mediennutzung Bescheid.
 

Ansprechpartner

Dr. Harald Flemming

Geschäftsführer

Frank Giersberg

Mitglied der Geschäftsleitung / Markt- und Geschäftsentwicklung, Kaufmännischer Leiter