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Positionen: Jugendmedienschutz muss an die konvergente Medienwelt angepasst werden

03.03.2020

Der Schutz von Heranwachsenden vor Gefahren im Internet ist eine Aufgabe, der sich die VAUNET-Mitglieder stellen. Es liegt im Eigeninteresse der Medienunternehmen, dass ihre Nutzer Vertrauen in den gefahrlosen Umgang mit ihren Angebote haben. Die Medienanbieter und ihre Selbstkontrolleinrichtungen benötigen hierfür jedoch einen rechtssicheren Rahmen, welcher der Medienkonvergenz gerecht wird.

Moderner Jugendmedienschutz zeichnet sich dadurch aus, dass die Anbieter im täglichen Mediengeschäft schnell und effektiv agieren können. Bei der Weiterentwicklung der gesetzlichen Bestimmungen müssen Mechanismen der analogen Medienregulierung, wie die Vorlage- und Kennzeichnungspflichten, dringend auf ihre Tauglichkeit für die digitalen Medien überprüft werden. Alten Strukturen mit neuem Anstrich bedarf es nicht.

"Ich möchte an Bund und Länder appellieren, gemeinsam einen konvergenten Jugendmedienschutz mit schlankem Regulierungsgerüst ohne Doppelstrukturen und -prüfungen zu entwickeln."

Annette Kümmel, stellvertretende Vorstandsvorsitzende VAUNET

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: VAUNET fordert einen neuen Ansatz für Novelle des Jugendschutzgesetzes

Novelle des Jugendschutzgesetzes: Gründe, die gegen eine Verabschiedung sprechen

VAUNET-Stellungnahme: Entwurf eines zweiten Gesetzes zur Änderung des Jugendschutzgesetzes

Jugendschutzrichtlinie ist in Kraft getreten

VAUNET Jungendmedienschutz Institutionen

 

Jugendschutz-Hub mit allen relevanten Stakeholdern

Der VAUNET fordert die Bildung eines konvergenten Jugendmedienschutzes. Die bestehende Vielfalt an Kompetenzen und Aufsichtsgremien zwischen Bund und Ländern müssen zum Zwecke eines effektiven Jugendmedienschutzes überwunden werden. Die Strategie vieler Medienunternehmen ist es, ihre Inhalte über verschiedene Ausspielungswege zum Konsumenten zu bringen – sei es klassisch linear oder als On-Demand-Angebot. Es ist dem Nutzer nur schwer vermittelbar, wenn in bestimmten Fällen der identische Content bei der Prüfung für einen Verbreitungsweg eine andere Alterseinstufung erhält als bei der Prüfung für einen anderen Übertragungskanal. Der Verband empfiehlt die Schaffung eines Jugendschutz-Hubs in dem alle relevanten Stakeholder des Jugendmedienschutzes ihre Kompetenzen einbringen, um eine konvergente Jugendmedienschutzordnung zu erarbeiten.

"Meine Vision wäre ein Bund-Länder-Staatsvertrag zum Jugendmedienschutz, also endlich eine Fortsetzung des Weges, den Bund und Länder im Rahmen der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz eingeschlagen haben."

Annette Kümmel, stellvertretende Vorstandsvorsitzende VAUNET

VAUNET Erwartungen

Weitere Informationen:

DLM warnt vor Systembruch im Kinder- und Jugendmedienschutz

Jugendmedienschutz: Landesmedienanstalten kritisieren Giffeys Pläne

 

Ansprechpartner

Daniela Beaujean

Geschäftsführerin / Justiziarin

Tim Steinhauer

Senior Referent Medienverantwortung und Programm