Back to top

Radio und Fernsehen gelten als vertrauenswürdigste Medien

06.02.2018

Radio und Fernsehen sind die Medien, denen die Deutschen am meisten vertrauen. Einer Erhebung der European Broadcast Union (EBU) auf Basis des Eurobarometer 86 zufolge lag der Netto-Vertrauens-Index – die Differenz aus denen, die einem Medium eher trauen und denen, die ihm eher nicht trauen – im Jahr 2016 nur bei diesen beiden im positiven Bereich. Printmedien, Internet und Soziale Medien schnitten deutlich schlechter ab.

Vor allem das Radio genießt in Europa ein hohes Vertrauen. In den meisten Ländern (21 der 33 untersuchten Länder) liegt es mit seinem Netto-Vertrauens-Index an der Spitze. Nur vereinzelt (in 11 der 33 Länder) liegt er bei anderen Medien höher.

Der europaweite Netto-Vertrauens-Index lag beim Radio 2016 mit 25 deutlich an der Spitze. Vor allem die nordeuropäischen Länder Finnland, Schweden und Dänemark schätzen das Radio als vertrauenswürdig ein. Deutschland liegt mit einem Indexwert von 42 ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt und hat im europäischen Vergleich den sechsthöchsten Index.

Auch das Fernsehen wird von den Europäern als eher vertrauenswürdig eingeschätzt. Der Index lag hier im Jahr 2016 bei einem Wert von 4. Das größte Vertrauen setzen ebenfalls Finnland, Schweden und Dänemark ins Fernsehen, hinzu kommt in der Spitzengruppe noch Albanien. In Deutschland ist der Netto-Vertrauens-Index mit 25 auch beim Fernsehen überdurchschnittlich hoch.

Deutlich kritischer sehen die Europäer der Erhebung zufolge die Printmedien. Europaweit lag der Netto-Vertrauens-Index bei -2, eine knappe Mehrheit schätzt Zeitungen demnach als eher nicht vertrauenswürdig ein. Vor allem in Großbritannien und Mazedonien ist man hier skeptisch. Die deutschen Printmedien liegen mit einem Indexwert von 17 noch klar im positiven Bereich.

Informationen aus dem Internet trauen nur wenige Europäer. Der Indexwert liegt hier bei -12, in Deutschland werden sogar nur -19 Punkte erreicht. Unterboten wird das noch von Sozialen Medien, die europaweit noch -38 Punkte, in Deutschland nur -50 Punkte erreichen.

Der Netto-Vertrauens-Index wurde von der EBU basierend auf den Ergebnissen des 86. Eurobarometers berechnet. Dieser verwendet unter anderem Erhebungen der Europäischen Kommission, welche derzeit von TNS durchgeführt wird. Dabei werden jeweils 1.000 Face-to-Face-Interviews pro Land mit Personen ab 15 Jahren in 33 Ländern Europas durchgeführt.

Ansprechpartner

Frank Giersberg

Mitglied der Geschäftsleitung / Markt- und Geschäftsentwicklung, Kaufmännischer Leiter

Johannes Leibiger

Referent Medienwirtschaft

Julia Maier-Hauff

Ressortleiterin Europarecht / Syndikusrechtsanwältin