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BNetzA: „StreamOn“ muss nachgebessert werden

15.12.2017

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat Teilaspekte des mobilen Telekom-Datenservices „StreamOn“ untersagt und dem Konzern aufgegeben, sein Angebot nachzubessern. So verbietet die Behörde dem Netzbetreiber in einigen seiner Mobilfunktarife das sogenannte „Videodrosseln“. Die vom Unternehmen praktizierte Reduzierung der Datenübertragungsrate verstoße gegen das Gebot der Gleichbehandlung des gesamten Datenverkehrs. Insbesondere die Leistungsfähigkeit eines individuellen Netzes sei nach den geltenden Rechtsvorschriften kein Grund für die Beschränkung der Übertragungsrate bei datenintensiver Nutzung.

Alle MagentaMobil-Tarife müssten außerdem mit der Zubuchoption „StreamOn“ so umgestaltet werden, dass das Roam-Like-At-Home-Prinzip in der gesamten EU funktioniere. Das durch „StreamOn“ genutzte Datenvolumen dürfe im EU-Ausland nicht länger vom Inklusivvolumen des MagentaMobil-Tarifs abgezogen werden.

Die Telekom hat bis Ende März 2018 Zeit, die Nachbesserungen umzusetzen. Für den Fall, dass sie den Verpflichtungen nicht fristgerecht nachkommt, wurde ein Zwangsgeld angedroht. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

 

UPDATE:
Die Telekom hat Mitte Januar 2018 Widerspruch gegen die Entscheidung der BNetzA eingelegt.

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