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AVMD-Richtlinie: Der Countdown läuft

28.11.2018

Spätestens am 19. September 2020 greifen die neuen Vorschriften der AVMD-Richtline. Zwanzig Tage nach der Veröffentlichung der Richtlinie am 28. November 2018 beginnt die 21-monatige Frist, in der die Mitgliedstaaten die neuen Vorschriften in nationales Recht umsetzen müssen. Eine konsolidierte Fassung liegt nicht vor.

Die neu verhandelte AVMD-Richtlinie bringt einige Verbesserungen für fairere regulatorische Rahmenbedingungen auf den Weg. Das Fernsehen bleibt aber mit Abstand die am stärksten regulierte Mediengattung. Anstatt die Pflichten für „traditionelle“ Dienste zu lockern, sind neue Auflagen wie zum Beispiel bei der Förderung europäischer Werke hinzugekommen, obwohl schon heute vielfach in europäische Inhalte investiert wird.

Die Abkehr von der stündlichen Werbezeitbegrenzung wird zwar mehr Flexibilität erlauben, aber überholte Regularien im Bereich der Werbung, wie z. B. die Ausnahme von einzeln gesendeten Spots oder die Unterbrechungsvorgaben, werden beibehalten. Erfreulich ist die ausdrückliche Anerkennung der Selbstregulierung in der Werbung und im Jugendschutz. Positiv zu bewerten ist auch der Anker in der Richtlinie für die Auffindbarkeit und den Schutz von Inhalten vor Überblendungen.

Nachdem das Europäische Parlament am 2. Oktober 2018 förmlich über den Text abgestimmt hatte, verabschiedete der Rat die neue AVMD-Richtlinie am 6. November 2018 offiziell. Damit wurde der Novellierungsprozess, der bereits im Mai 2016 begonnen hatte, beendet.

Ansprechpartner

Anne Peigné

European Affairs Manager