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Update: Wirtschaftliche Hilfsmaßnahmen

05.05.2020

Die deutsche Politik hat auf Bundes- und auf Länderebene weitere Hilfsmaßnahmen für Unternehmen auf den Weg gebracht.

Der Berliner Senat hat Anfang April das Soforthilfepaket IV in Höhe von 30 Millionen Euro beschlossen. Es gilt für kleine und mittlere Unternehmen im Kultur- und Medienbereich, für die es bisher kein passendes Förderinstrument gab. Diese Lücke wird nun mit der Soforthilfe IV geschlossen. Damit leistet Berlin einen weiteren Beitrag zur Sicherung und zum Überleben der vielfältigen Kulturlandschaft der Stadt. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen im Kultur- und Medienbereich mit über 10 Beschäftigten, einem Umsatz bis 10 Millionen Euro und Betriebsstätte bzw. Sitz in Berlin. Private lokale Radio- und Fernsehveranstalter sind explizit eingeschlossen. Die Entscheidung über einen Zuschuss erfolgt auf Basis der Relevanz für das Kulturleben und den Medienstandort in Berlin. Vorausgesetzt wird auch, dass ein Kreditantrag gestellt wurde oder besondere Umstände vorliegen, die gegen die Aufnahme eines Kredites sprechen.

Die Höhe der Soforthilfe beträgt bis zu 25.000 Euro (in Ausnahmefällen bis zu 500.000 Euro) und orientiert sich an einem glaubhaft versicherten Liquiditätsengpass für die auf die Antragstellung folgenden drei Monate. Die Antragstellung ist vom 11.05.2020 bis 15.05.2020 online über ein Antragsformular der Investitionsbank Berlin möglich.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg startet eine kostenlose „Krisenberatung Corona“ für kleine und mittlere Unternehmen. Das Ziel der Krisenberatung ist, die unternehmerische Lage zu bewerten, Möglichkeiten der Liquiditätssicherung zu prüfen und eine Strategie zur Krisenüberwindung zu entwickeln. Dafür können Unternehmen bis zu vier Beratungstage in Anspruch nehmen. Die Beratung soll durch das RKW Baden-Württemberg, die Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Mittelstand und Handwerk (BWHM), DEHOGA Baden-Württemberg und den Handelsverband Baden-Württemberg (HBW/UBH) erfolgen. Die „Krisenberatung Corona“ startet am 11. Mai 2020 und wird mit rund zwei Millionen Euro aus Landesmitteln finanziert.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern unterstützt mit einem neuen Programm für Ausbildungsbetriebe, um Ausbildungsplätze zu sichern. Antragsberechtigt sind Ausbildungsbetriebe jeglicher Größe aus allen Wirtschaftsbereichen. Voraussetzung ist, dass zum Antragszeitpunkt der Anteil der Beschäftigten, die Kurzarbeitergeld beziehen, mindestens 50 Prozent beträgt. Die Unterstützung für die Unternehmen erfolgt in Form von nicht-rückzahlbaren Zuschüssen. Die Anträge stehen seit dem 1. Mai zum Download beim Landesförderinstitut bereit. Die Mittel in Höhe von voraussichtlich 6,3 Millionen Euro stammen aus dem „MV-Schutzfonds“.

Das am 1. April 2020 angekündigte 2 Milliarden Euro-Maßnahmenpaket für Start-ups steht. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium der Finanzen haben gemeinsam mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der KfW Capital die Details des Maßnahmenpakets ausgearbeitet. Das Paket richtet sich an Start-ups und KMUs mit einem zukunftsfähigen Geschäftsmodell und basiert auf zwei Säulen: Über die sog. Corona-Matching-Fazilität (CMF) werden Wagniskapitalfonds zusätzliche öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt, damit diese weiterhin in der Lage sind, Finanzierungsrunden von Start-ups mit ausreichenden Mitteln zu begleiten. Für Start-ups und kleine Mittelständler, die keinen Zugang über die CMF haben, werden weitere Wege zur Sicherstellung ihrer Finanzierungen eröffnet. Hierzu wird es eine enge Zusammenarbeit mit den Ländern geben, unter anderem über die Zusammenarbeit mit Landesgesellschaften.

Überblick Hilfsprogramme und Förderbanken der Länder

Baden-Württemberg

L-Bank

Bayern

Förderbank Bayern (LfA)

Berlin

Investitionsbank Berlin
Brandenburg

Investitionsbank (ILB)

Bremen

BAB Die Förderbank

Hamburg

FIB

Hessen

WIBank

Mecklenburg-Vorpommern

Landesförderinstitut (LFI)

Niedersachsen

NBank

Nordrhein-Westfalen

NRW.Bank

Rheinland-Pfalz

ISB

Saarland

Investitionskreditbank

Sachsen

Sächsische Aufbaubank

Sachsen-Anhalt

IB Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Investitionsbank (IBSH)

Thüringen

Thüringer Aufbaubank

 

Weitere Informationen zu Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern haben wir bereits zu einem früheren Zeitpunkt veröffentlicht.

Ansprechpartner

Johannes Kottkamp

Johannes Kottkamp

Junior Projektmanager Marktentwicklung