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Landesregierung legt Solidarpakt für Lokalradios in NRW auf

29.04.2020

Die Landesregierung will die durch die Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geratenen lokalen Hörfunksender in Nordrhein-Westfalen wirtschaftlich unterstützen: Um den Sendern zu helfen und journalistische Arbeitsplätze zu sichern, legt die Landesregierung einen Solidarpakt Lokalfunk NRW auf. Über Höhe und Art der Hilfe wird nach dpa-Informationen aus Regierungskreisen noch beraten. Eine Entscheidung darüber wird demnach in der kommenden Woche erwartet.

Nathanael Liminski, Chef der NRW-Staatskanzlei, sagte der dpa am Mittwoch: "Der lokale Hörfunk in Nordrhein-Westfalen steht für guten Journalismus nah bei den Menschen. Gleichzeitig ist kaum ein anderer Zweig der Medienbranche so stark von den wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns betroffen." Der Solidarpakt solle schnell und unkompliziert helfen.

Neben der Landesregierung ist auch die Landesanstalt für Medien (LfM) an den Planungen beteiligt. LfM-Direktor Tobias Schmid betonte: "Insbesondere in Krisenzeiten leisten die Lokalradios in NRW mit ihrer täglichen Berichterstattung einen unverzichtbaren Beitrag zur Meinungsbildung der Bürgerinnen und Bürger."

Die Landesregierung strebt unterdessen auch Hilfen für freie Journalisten an, so Staatssekretär Liminski: "Meine Hoffnung ist, dass wir auch freien Journalisten bald unter die Arme greifen können. Dafür braucht es ein rasches Umdenken der Bundesregierung bei den Hilfen für Solo-Selbstständige."

 

Ansprechpartner

Daniela Beaujean

Geschäftsführerin / Justiziarin