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Koalition beschließt Verlängerung der finanziellen Hilfen

02.09.2020

Die Union und SPD vereinbarten am 25. August 2020 die Verlängerung von Corona-Maßnahmen für Unternehmen.

Die verlängerte Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes von 24 Monaten soll für Betriebe gelten, die bis zum 31. Dezember 2020 Kurzarbeit eingeführt haben und bis Ende 2021 greifen.

Neben der Kurzarbeit hat die Bundesregierung auch die staatlichen Hilfen für besonders von Corona betroffene Unternehmen verlängert. So sollen die im Juni beschlossenen Überbrückungshilfen nun bis Ende des Jahres laufen. Bisher war das Programm bis Ende August befristet.

Erstattet werden nach derzeitigem Stand für die Monate Juni bis August fixe Betriebskosten von bis zu 150.000 Euro. Für die Zuschüsse hat der Bund 25 Milliarden Euro eingeplant. Bislang wurden nur Gelder in Höhe von 700 Millionen Euro beantragt.

Als dritte große Maßnahme sollen auch die Lockerungen im Insolvenzrecht länger laufen, um in der Corona-Krise eine Pleitewelle zu verhindern. So wird die Regelung über die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für den Antragsgrund der Überschuldung bis Ende des Jahres weiterhin ausgesetzt. Die Insolvenzantragspflicht war ursprünglich bis Ende September ausgesetzt worden für Fälle, in denen eine Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung von Firmen auf den Folgen der Corona-Pandemie beruht. Die Verlängerung soll nur für Unternehmen gelten, die infolge der Coronavirus-Pandemie überschuldet sind, ohne zahlungsunfähig zu sein, da bei diesen Unternehmen die Chance besteht, die Insolvenz dauerhaft abzuwenden. Der Gesetzentwurf soll nach der heutigen Befassung im Kabinett von den Koalitionsfraktionen in den Bundestag eingebracht und dort zügig behandelt werden.

Ansprechpartner

Johannes Kottkamp

Johannes Kottkamp

Junior Projektmanager Marktentwicklung