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Desinformation: Europäische Kulturminister fordern Maßnahmen zur Medienkompetenz

28.05.2020

Innerhalb des Europäischen Rates haben die europäischen Kulturminister eine Reihe von Maßnahmen vorgestellt, mit denen Desinformation online bekämpft werden soll. Auch im Digital Services Act, im Europäischen Aktionsplan für Demokratie sowie im Aktionsplan für Medien und audiovisuelle Medien sollen sich diese wiederfinden.

Die COVID-19-Pandemie hat den Bedarf an zuverlässigen Informationsquellen und die Notwendigkeit von Transparenz seitens der Online-Plattformen deutlich gemacht. Dies ist auch die Schlussfolgerung des Papiers „Medienkompetenz in einer sich ständig verändernden Welt“, das der Europäische Rat vorgelegt hat. Weiter heißt es dort, dass in einer datengesteuerten globalen digitalen Medienwirtschaft die dominante Marktstellung mehrerer globaler Akteure und die von Online-Plattformen verwendeten Algorithmen den Medienpluralismus sowie die Vielfalt der Inhalte bedrohen könnten.

Die Mitgliedstaaten und die EU-Kommission sind aufgefordert, verschiedene Maßnahmen zu ergreifen. Unter anderem sollen die Bürger befähigt werden, mit Desinformationen umzugehen. Die Kooperation der Mitgliedstaaten zur Förderung der Medienkompetenz soll beispielsweise im Rahmen der Europäischen Woche der Medienkompetenz (European Media Literacy Week) verstärkt werden. Zudem sollte die geplante Europäische Beobachtungsstelle für digitale Medien der Kommission dabei unterstützen.

So wenden sich die Mitgliedstaaten an die EU-Kommission und weisen daraufhin bei der Vorbereitung des Digital Services Act, des Europäischen Aktionsplans für Demokratie und des Aktionsplans für Medien und audiovisuelle Medien über die Notwendigkeit wirksamerer Methoden nachzudenken. Um den Problemen der Desinformation zu begegnen, sollten die Transparenz und Verantwortung der Plattformen ein Schlüsselprinzip sein – immer unter Wahrung des Schutzes der Grundrechte. Generell fordern sie, die audiovisuelle Industrie bei der Entwicklung qualitativ hochwertiger europäischer Inhalte und Vertriebsplattformen zu unterstützen.

Ansprechpartner

Anne Peigné de Beaucé

European Affairs Manager

Tim Steinhauer

Senior Referent Medienverantwortung und Programm