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ARD und ZDF können Sportangebot multimedial ausbauen

22.06.2020

Bisherige DFL-Rechtepakte wurden gehalten

ARD und ZDF können durch den Erwerb umfangreicher Übertragungsrechte der Deutschen Fußballliga (DFL) für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 ihr Sportangebot im Fernsehen als auch im Internet ausbauen. Beide Rundfunkanstalten haben zum einen die Rechtepakete erworben, die sie bislang bereits gehalten haben. Dies sind zum einen die Zusammenfassungen der Spiele der 1. Und 2. Bundesliga, so dass für die Sendungen ARD-Sportschau, ZDF-Sportreportage und aktuelles Sportstudio wie bisher fortgeführt werden können. Ebenfalls wiedererworben hat die ARD die rechte für die terrestrische Radioübertragung.

Zusätzliche DFL-TV-Rechte bei der ARD

Neu ist, dass sich die ARD die TV-Zusammenfassung der 2. Bundesliga – zusätzlich zum frühen Samstagabend – auch am Freitag und Sonntag sichern konnte. Eine Verwertung ist nach jetzigem Stand teilweise beim Sender One geplant. Bereits im April 2020 hatte die ARD das Programmschema von „Das Erste“ am Sonntagvorabend geändert. An die Stelle der langjährigen Serie „Die Lindenstraße“ wird seit dem 1. April 2020 von 18:30 Uhr bis 19:20 Uhr die Sportschau ausgestrahlt. Ursprünglich sollte diese Sportsendung sogar auf den Sendeplatz der Auslandsnachrichtensendung „Weltspiegel“ rücken, wovon nach interner und externer Kritik aber wieder abgerückt wurde.

ARD und ZDF erwerben neue Online-Rechtepakete

Zudem haben ARD und ZDF das neue Rechtpaket N der DFL erworben. Damit können bei beiden Rundfunkanstalten ab Montag 0:00 Uhr auch online Highlight-Clips gezeigt werden. Neu ist auch, dass die ARD neben den Rechten für die terrestrische Übertragung (u. a. UKW) auch die Netcast-Rechte (Web/Mobile) erworben hat, die derzeit von Amazon gehalten werden.

Ausbau sportschau.de

Parallel zum Rechteerwerb berichtet das Medienmagazin Medienkorrespondenz, dass der Westdeutsche Rundfunk (WDR) das von ihm federführend betriebene ARD-Online-Angebot sportschau.de ausbauen möchte.

Das Fachmagazin weist darauf hin, dass der WDR-Rundfunkrat aktuell prüft, ob die Pläne mit einem Drei-Stufen-Test untersucht werden müssen, bevor sie umgesetzt werden können. Das Aufsichtsgremium habe dafür am 15. Mai 2020 einstimmig beschlossen, eine "Sachkommission Telemedien“ zu bilden. Diese soll dem Rundfunkrat eine Empfehlung darüber geben, ob ein neuer Drei-Stufen-Test durchzuführen ist oder nicht. Laut dem Artikel ist offen, wann der 60-köpfige Rundfunkrat hierzu eine Entscheidung treffen wird. Als möglichen Termin wird die nächste Sitzung, die für den 13. August angesetzt ist, angeführt.

Ansprechpartner

Tim Steinhauer

Senior Referent Medienverantwortung und Programm

Frank Giersberg

Geschäftsführer / Kaufmännischer Leiter

Johannes Kottkamp

Johannes Kottkamp

Junior Projektmanager Marktentwicklung