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FFHSH führt verpflichtende Diversity-Checkliste ein

29.06.2020

Wer künftig von der Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein (FFHSH) eine Förderung erhalten möchte, muss zuvor verpflichtend eine sogenannte „Diversity Checklist“ ausfüllen. Dabei wird abgefragt, in welchem Umfang im Filmstoff, im Drehteam oder im Cast Minderheit vertreten sind. Fragebögen bestehen für die Produktions-, die Verleih-, als auch die Stoffentwicklungsförderung. Die Filmförderung gab an, mit ihrem Fragebogen die Antragsteller – ohne die künstlerische Freiheit oder arbeitsrechtliche Fragen zu berühren – stärker für das Thema Diversität sensibilisieren zu wollen. Keine Angaben macht die FFHSH, ob eine hohe Anzahl an positiv beantworteten Fragen auch die Chancen auf eine Förderung erhöhen bzw. eine hohe Anzahl an Nein-Antworten die Förderchancen senken könnten.

Die Diversity-Checklist ist laut Aussage der FFHSH auf der Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes des Bundes entstanden. Zudem sind Ansätze ausländischer Filmförderinstitute berücksichtigt worden.

Der aktuelle Stand der Checklist wurde im Austausch mit Wissenschaftlern und Vertretern der Filmbranche entwickelt. Dazu zählen u. a. Prof. Dr. Elizabeth Prommer von der Universität Rostock, Dr. Skadi Loist der Filmuniversität Babelsberg, die Produzentin Andrea Schütte von Tamtam Film, die X Verleih-Vorstandsvorsitzende Leila Hamid, Brigitte Drodtloff, Vorstand Verband Deutscher Drehbuchautoren, sowie der Panthertainment-Produzent und Schauspieler Tyron Ricketts. Die Fragebögen sollen fortlaufend angepasst und weiterentwickelt werden.

Ansprechpartner

Tim Steinhauer

Senior Referent Medienverantwortung und Programm