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Drei-Stufen-Test zu Verweildauern für fiktionale Inhalte auf BR.de und DasErste.de eingeleitet

08.12.2015

Der Bayerische Rundfunk (BR) plant, fiktionale Inhalte auf den Internetportalen BR.de und DasErste.de länger verfügbar zu machen und somit an die ohnehin bereits innerhalb der ARD geltenden Verweildauern anzupassen. Dazu hat der Rundfunkrat des BR zwei Drei-Stufen-Testverfahren eingeleitet, mit denen über zwei entsprechende Telemedienkonzepte entschieden werden soll.

Das Telemedienkonzept „Angleichung der Verweildauern für fiktionale Formatkategorien auf BR.de an das ARD-Verweildauerkonzept“ und das Telemedienkonzept „Angleichung der Verweildauern für fiktionale Formatkategorien auf DasErste.de an das ARD-Verweildauerkonzept“ sollen die Verweildauer für fiktionale Serien, die in verschiedene Kategorien unterteilt sind, von bisher bis zu 7 Tagen, sechs Wochen oder drei Monaten nach Ausstrahlung der jeweiligen Folge auf bis zu drei bzw. sechs Monate verlängert werden. Für Eigenproduktionen in Reihen soll die Verweildauer von bisher bis zu drei Monaten auf bis zu sechs Monate verlängert werden. Damit sollen die Verweildauern im Hinblick auf die veränderten Nutzerbedürfnisse und -erwartungen an die einheitlich geltenden ARD-Verweildauern angepasst werden, so der Rundfunkrat. Der BR-Rundfunkrat hatte sich seinerzeit als federführende Anstalt für „Das Erste“ und den BR für Abweichungen vom ansonsten einheitlich geltenden ARD-Verweildauerkonzept entschieden. In seiner jetzigen Begründung stellt der BR darauf ab, dass diese in der Praxis zu Problemen geführt hätte, insbesondere beim Rechtemanagement und aufgrund der mangelnden Verlässlichkeit für die Nutzer: Wiederholungen in den Dritten Programmen oder Digitalkanälen könnten zum Teil länger in den Telemedienangeboten vorgehalten werden als die Erstausstrahlung im Gemeinschaftsprogramm auf DasErste.de. Ein zusätzlicher finanzieller Aufwand soll für die längere Abrufbarkeit gemäß Konzept nicht anfallen. Die Verweildauern für die in Frage kommenden Formate sollen nur dort verlängert werden, wo die Rechtesituation dies zulässt. Es würden zu diesem Zweck keine zusätzlichen oder nachträglichen on-demand-Rechte erworben.

In beiden Verfahren haben Dritte bis zum 11. Februar 2016 Gelegenheit, ihre Stellungnahmen an den Vorsitzenden des Rundfunkrats des BR zu übermitteln. Zudem wir der Rundfunkrat jeweils Gutachten zu den marktlichen Auswirkungen einholen. Der BR-Rundfunkrat führt das Drei-Stufen-Test-Verfahren zu DasErste.de unter Beteiligung der Gremien der übrigen ARD-Landesrundfunkanstalten und des ARD-Programmbeirats durch.

Ansprechpartner

Daniela Beaujean

Geschäftsführerin / Justiziarin

Tim Steinhauer

Senior Referent Medienverantwortung und Programm