Back to top

FAZ: BNetzA sieht keine Handhabe für verpflichtendes National Roaming

17.08.2018

Gegen ein verpflichtendes „National Roaming“ bestehen aus Sicht der Bundesnetzagentur (BNetzA) schwerwiegende Bedenken. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 17. August 2018 aus einem internen Gutachten, welches die BNetzA für ihren Beirat erstellt hat. In der Bewertung heißt es, dass für eine verpflichtende Öffnung eines Netzes für Mitbewerber, der Netzbetreiber über ein beträchtliche Marktmacht verfügen müsse. Diese sei aber weder vom Bundeskartellamt noch von der Bundesnetzagentur bislang festgestellt worden.

Die negative Einschätzung der BNetzA könnte die Pläne von netzunabhängigen Mobilfunkanbietern mit der 5G-Einführung ein viertes Mobilfunk aufbauen zu wollen, zurückwerfen. Die verpflichtende Mitnutzung der unterhalb 5G liegenden Netze (LTE, 3G etc.) durch netzunabhängige Mobilfunkanbietern wird zumeist als Voraussetzung betrachtet, damit diese die Kosten für den Aufbau eines vierten Netzes tragen können.

Die endgültige Entscheidung „National Roaming“ wird Ende September 2018 fallen, wenn die BNetzA die Bedinungen für die Versteigerung von Frequenzen für die 5G-Nutzung festlegen will.

Tags: 

Ansprechpartner

René Böhnke

Referent Medientechnologie