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Grundsätze des Deutschen Werberats zur Herabwürdigung und Diskriminierung von Personen

12.12.2004

Fassung von 2004

In der kommerziellen Werbung dürfen Bilder und Texte nicht die Menschenwürde und das allgemeine Anstandsgefühl verletzen. Insbesondere darf Werbung - gerade gegenüber Kindern und Jugendlichen - nicht den Eindruck erwecken, dass bestimmte Personen minderwertig seien oder in Gesellschaft, Beruf und Familie willkürlich behandelt werden können.

Vor allem dürfen keine Aussagen oder Darstellungen verwendet werden,
•die Personen wegen ihres Geschlechts, ihrer Abstammung, ihrer Rasse, ihrer Sprache, ihrer Herkunft, ihres Glaubens, ihrer politischen Anschauung, ihres Alters oder ihres Aussehens diskriminieren
•die Gewalt oder die Verharmlosung von Gewalt gegenüber Personen enthalten
•die den Eindruck erwecken, Personen seien käuflich zu erwerben
•die den herrschenden allgemeinen Grundüberzeugungen widersprechen (zum Beispiel durch übertriebene Nacktheit)
•die Personen auf ihre rein sexuelle Funktion reduzieren und/oder deren ständige sexuelle Verfügbarkeit nahelegen
•die pornografischen Charakter besitzen.

Ob ein Verstoß gegen diese Grundsätze vorliegt, hängt insbesondere von folgenden Kriterien ab:
•Eindruck des verständigen Durchschnittsverbrauchers
•Charakter des Mediums
•Art des beworbenen Produkts/der beworbenen Dienstleistung
•aktuell herrschende Auffassung über Sitte, Anstand und Moral in der Gesellschaft
•dargestellte gesellschaftliche Wirklichkeit wie beispielsweise in redaktionellen Teilen der Medien, Film oder Theater.

(Quelle: www.werberat.de)

Ansprechpartner

Daniela Beaujean

Geschäftsführerin / Justiziarin