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Deutscher Werberat: Beschwerdeaufkommen leicht gesunken

15.08.2018

Der Deutsche Werberat zieht für das erste Halbjahr 2018 eine überwiegend positive Bilanz. Nur fünf der über 233 Werbemaßnahmen, für deren Beschwerden der Werberat zuständig ist (1. Halbjahr 2017: 241 Fälle), mussten gerügt werden. In 60 Fällen schloss sich das Selbstregulierungsgremium der Werbewirtschaft der vorgetragenen Kritik an. 55 Werbemaßnahmen wurden nach der Intervention des Werberats eingestellt bzw. abgeändert. Die Durchsetzungsquote war mit 92 Prozent also erneut sehr hoch.

Im Mittelpunkt der Beschwerden standen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 vor allem der Vorwurf der Herabwürdigung oder Diskriminierung von Personen, zumeist Frauen (bei 65 %). Jedoch ist die Zahl dieser Beschwerden gegenüber dem ersten Halbjahr um rund 10 Prozent zurückgegangen. Der Großteil dieser Beschwerden war aber nicht beanstandungswürdig. Von den 137 Beschwerden wegen geschlechterdiskriminierender Werbung wurden 95 nicht beanstandet.

Weitere Beschwerdegründe waren Verstöße gegen Ethik und Moral (31 Fälle), Diskriminierung von Personengruppen (15) oder Entwicklungsbeeinträchtigung von Kindern und Jugendlichen (11). Die übrigen Inhalte der Werbekritik blieben im einstelligen Bereich.

Am häufigsten wurden Plakatmotive kritisiert (51 Beschwerden), gefolgt von Online-Werbung (47) und TV-Spots (47). Im Branchenvergleich wurden die meisten Beschwerden gegen Werbemittel des Handels (stationär und online) eingreicht. Es waren 39. Dahinter das Kfz-Gewerbe mit 23 Beschwerden.