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Neue Regeln zur Bewerbung von Verbraucherkreditverträgen

11.06.2010

Berlin, 11. Juni 2010: Am 11. Juni 2010 treten neue Werberegeln für Kreditverträge in Kraft, die zu einer stärkeren Reglementierung führen. Bestimmte Standardinformationen müssen künftig in „klarer, verständlicher und auffallender Weise“ benannt werden. Die neuen Informationspflichten treffen dabei alle Mediengattungen gleichermaßen.

Wird gegenüber privaten Kunden für den Abschluss von Kreditverträgen, wie z. B. Zahlungsaufschub, Darlehen oder Miet- und Leasingverträge mit Verpflichtung zum Erwerb, geworben und mit konkreten Zahlen gearbeitet („Finanzierung ab 0,9 % effektivem Jahreszins“), ist es dann nicht mehr zulässig, nur eine einzige Kennzahl – etwa einen niedrigen Zinssatz - herauszustellen. Zudem verlangt das neue Gesetz, dass auch die weiteren Kosten des Vertrags angegeben und mit einem realistischen Kreditbeispiel erläutert werden.
Die neuen Werbebestimmungen setzen die Regelungen der EU-Verbraucherkreditrichtlinie in nationales Recht um.