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VPRT-Sommerfest 2017 - hören. sehen. feiern. (VPRT-Jahresbericht 2017)

20.06.2018

Prof. Dr. Michael Hüther betont die Rolle der Privaten als unverzichtbarer Treiber im dualen Rundfunksystem

Gemeinsam mit mehr als 600 Repräsentanten aus Medienwirtschaft und Politik sowie zahlreichen bekannten Fernseh- und Radioschaffenden feierte der private Rundfunk am 6. September 2017 das Sommerfest des VPRT in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund in Berlin.
Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor und Mitglied des Präsidiums des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V., betonte als Gastredner des Abends die Bedeutung der privaten Medien als Wirtschaftsfaktor.
Hans Demmel, VPRT-Vorstandvorsitzender und Geschäftsführer von n-tv, begrüßte die Gäste bei „einer der schönsten Branchen der Welt“. Gleichzeitig richtete er an die politischen Gäste eine eindringliche Warnung vor einer umfassenden Erweiterung der Internetangebote der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, die aktuell diskutiert werden.

Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor und Mitglied des Präsidiums des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V.: „Das Zwei-Säulen-Modell aus öffentlich­-rechtlichem und privatem Rundfunk hat sich etabliert. Dabei sind die Privaten ein unverzichtbarer Treiber. Denn sie zeigen, es geht auch anders. Man könnte dafür die Logik des Bundesverfassungsgerichts umdrehen: Ein öffentlich-rechtliches Fernsehen ist nur wettbewerbsfähig und effizient denkbar, wenn es den Ansporn privater Wettbewerber gibt. Ökonomisch spielt die Audio- und audiovisuelle Medienwirtschaft in einer Liga mit den größten Wirtschafts- und Industriezweigen Deutschlands; fast zwei Prozent der Gesamtbeschäftigung und fast 2,5 Prozent der Gesamtwertschöpfung.“

Hans Demmel, VPRT-Vorstandvorsitzender und Geschäftsführer von n-tv: „Das duale Rundfunksystem, das uns allen eine der besten, wenn nicht die beste Rundfunk- und TV-Landschaft weltweit geschenkt hat, gerät in eine gefährliche Schieflage. Wir und praktisch alle in irgendeiner Form mit dem Thema befassten Verbände verfolgen überrascht den derzeitigen Versuch, den Telemedienauftrag, also die Frage, was und wie viel ARD und ZDF im Netz bereitstellen dürfen, nahezu grenzenlos auszuweiten.
Der Gedanke, dass dafür an anderer Stelle eingespart werden muss, ist anscheinend verloren gegangen. Wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit, die Angebotsvielfalt und die Arbeitsplätze in den privaten Medien erhalten wollen, brauchen wir On-Demand-Angebote, die über Werbung oder freiwillige Abo-Gebühren finanziert werden. Es bedarf daher dringend einer modernen Definition des öffentlich-rechtlichen Auftrags, die anerkennt, dass private Anbieter einen beachtlichen Anteil an Informationen bieten und ganz wesentlich zur gesellschaftlichen Willensbildung beitragen.“

Impressionen vom Fest unter www.hoeren-sehen-feiern.de