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VPRT radio lounge: Social Media bringt Radiosendern Vorteile

07.09.2011

Der Frage, wie sich Gesellschaft und Radio-Welt durch den Einfluss von Social Media verändern und wie die multimedialen Web 2.0-Möglichkeiten für das Geschäftsmodell der Radiosender genutzt werden können, sind Goldmedia-Experte Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Zukunftsforscher Dr. Eike Wenzel und der Musikmanager Andreas Rubin-Schwarz unter der Moderation von taz-Journalist Steffen Grimberg bei der ersten VPRT radio lounge nachgegangen. Einführend erklärte der für den Fachbereich Radio und Audiodienste zuständige VPRT-Vizepräsident Klaus Schunk: „Die Stärke des Radios ist und bleibt seine lokale wie regionale Nähe zu den Hörern. Für das digitale Radiozeitalter sind die privaten Radiosender bestens gewappnet, weil sie mit ihren Angeboten bereits heute sehr erfolgreich im Netz mit innovativen Webradio- und mobilen App-Angeboten oder mit Interaktionsangeboten in den gängigen sozialen Netzwerke unterwegs sind. Radio ist Social Community, weil es ein hohes Identifikations- und Interaktionspotenzial hat und seine Stärken mit den Möglichkeiten des Web 2.0 ideal abbilden kann.“

Klaus Goldhammer präsentierte aktuelle Zahlen zu den stetig wachsenden Social Media Aktivitäten der deutscher Privatsender. Aus seiner Sicht sind die Radiosender das eigentliche lokale soziale und mobile Medium. Ihre Social Media Aktivitäten brächten den Radio-Sendern mit Blick auf Präsenz der Marke, die Hörerbindung und ein permanentes Hörerfeedback viele Vorteile. Gleichwohl bleibe der Return on Investment (ROI) für die Unternehmen mittelfristig noch eine Herausforderung.

Eike Wenzel zeichnete eine Reihe spannender Lebens- und Zukunftsszenarien. Er zeigte sich davon überzeugt, dass die Menschen gerade in einer Zeit der „Hyperindividualisierungskultur“ ein starkes Bedürfnis nach gemeinsamen Werten und dem Teilen von Inhalten hätten. Das Radio habe angesichts der Tatsache, dass die Mediennutzung künftig vor allem durch Web-TV, Tablet-PCs und Smartphones bestimmt werde, als glokales, schnelles, nahes Medium und als starker Content-Player zwischen Online- und Offline-Welt die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft.

Für Andreas Rubin-Schwarz gilt in diesem Zusammenhang Aufmerksamkeit als die Währung des Internets. Um größere Aufmerksamkeit zu erzeugen, müssten durch gezielte Ansprache bewusst personalisierte Inhalte kommuniziert werden. Dies setze eine präzise Kunden- und Nutzerkenntnis voraus.

Unter dem Motto „Privatradio hört Zukunft“ hatte der Verband hochkarätige Experten sowie ausgewählte Gäste aus Radiobranche, Politik und Öffentlichkeit eingeladen, um über aktuelle Medienthemen zu diskutieren und konkrete Impulse für die private Radiopraxis zu geben. Die Veranstaltungsreihe wird ab jetzt regelmäßig stattfinden.

 

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