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Schunk fordert angemessene Rahmenbedingungen

31.03.2015

In einem Gastbeitrag in der Zeitschrift promedia hat der Vorsitzende des Fachbereichs Radio und Audiodienste im VPRT, Klaus Schunk, auf die derzeitige Situation des privaten Hörfunks hingewiesen. Die Konkurrenz aus dem öffentlich-rechtlichen Lager werde laufend stärker, da die ARD ihr UKW-Angebot und die Verbreitung ihrer jungen Wettbewerbsprogramme stetig ausbaue. Zudem verschärfe sich die Entwicklung auf dem Werbemarkt weiter. Auch das geplante öffentlich-rechtliche Jugend-Onlineangebot bedrohe den privaten Hörfunk, da daraus ein übergreifendes Jugendangebot entstehen könne, bei dem in Zusammenarbeit beispielsweise mit dem digitalen TV-Programm Einsfestival alle Crosspromotion-Möglichkeiten ausgeschöpft werden.

Der Bereich der Digitalisierung berge weitere Risiken für das private Radio, da die Einführung neuer Übertragungsstandards ausschließlich über das UKW-Geschäft finanziert werden könnten. Aus diesem Grunde sei es von elementarer Bedeutung, dass das Geschäftsmodell auch durch „ordnungspolitische Hauruck-Aktionen“ nicht gefährdet werden darf.

Das private Radio dürfe als stark reguliertes Medium nicht länger in den Ländern in seiner Entwicklungsfähigkeit eingeschränkt werden, während gleichzeitig öffentlich-rechtlich, national und international handelnde Player ungehindert agieren können. Ein übergreifendes Maßnahmenbündel sei notwendig, um die Gattung Radio zu stärken, so Schunk.