Back to top

Corona: VAUNET legt Maßnahmenpapier für kurz- und mittelfristige Unterstützung des privaten Rundfunks vor

09.04.2020

VAUNET appelliert an Bund und Länder, private Radioveranstalter in der Corona-Krise zu unterstützen. Mit einem offiziellen Schreiben am 6. April 2020 an die Ministerpräsidenten, Staatskanzleien, mehrere Bundesminister und Landesmedienanstalten, hatte der Verband nochmals auf den dramatischen Werbeeinbruch aufmerksam gemacht, der bei den privaten Hörfunkveranstaltern für lange Zeit sehr tiefe Spuren hinterlassen wird. Sollten kurz- und mittelfristig keine existenzsichernden Maßnahmen eingeleitet werden, wird den privaten Anbietern im ohnehin schon ungleichen Wettbewerb mit den haushaltsabgabenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Angeboten auf lange Sicht die erforderliche Innovationsfähigkeit geraubt.

Klaus Schunk, Vorsitzender des Fachbereichs Radio und Audiodienste, unterstreicht in dem Schreiben: „Ohne existenzsichernde Maßnahmen droht das duale System endgültig aus dem Gleichgewicht zu geraten.“ Denn je kleiner beziehungsweise lokaler der private Rundfunkveranstalter ist, umso massiver ist der Druck. Letztlich geht es um das wirtschaftliche Überleben vieler privater R​undfunkveranstalter über das Jahresende hinaus.

Aus Sicht des Verbandes ist eine Förderung in mehreren Bereichen notwendig: Kurzfristig sollten etwa technische Verbreitungskosten bis Jahresende übernommen und der private Rundfunk bei Werbekampagnen des Bundes und der Länder einbezogen werden. Mittelfristig sollte es unter anderem über mehrere Jahre steuerliche Erleichterungen für die Verbreitungskosten und einen befristeten Verzicht der Bundesnetzagentur auf die Frequenzabgabe geben. VAUNET spricht sich auch für einen Runden Tisch aus.

Themen: