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DLM-Symposium 2021 im Zeichen des Kampfes gegen Desinformation

17.06.2021

Wie kann die Meinungsbildungsfreiheit weiterhin in einer sich transformierenden Medien- und Kommunikationswelt gesichert werden? Dieser Frage ging das diesjährige Symposium der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) nach.

Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble machte in seiner Keynote klar, dass sich alle der Verantwortung für eine zivilisierte Streitkultur auch in der digitalisierten Welt stellen müssen. „Für die Politik heißt es: Sie muss die Rahmenbedingungen für die verantwortliche Gestaltung der technologischen Transformation schaffen. Für die Medien heißt es: Sie müssen ihrer journalistischen Sorgfaltsplicht gerecht werden. Die Technologie ist nur das Werkzeug – die Inhalte, die wir mit Hilfe der digitalen Medien erzeugen und in die virtuelle Welt entlassen, machen den Unterschied!“.

Vizepräsidentin der EU-Kommission und Kommissarin für Werte und Transparenz, Věra Jourová, betonte, dass die Erreichung der Ziele des Europäischen Aktionsplans für Demokratie nur in Zusammenarbeit mit nationalen und regionalen Behörden, Regulierungsbehörden und allen Stakeholdern gelingen kann.

Der Themenverantwortliche für Desinformation und Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, Dr. Tobias Schmid, gab Einblicke in die Aufsichtsarbeit im Umgang mit desinformativen Inhalten und der Überprüfung der Einhaltung journalistischer Sorgfaltspflichten.

Die Chefredakteurin von n-tv und Mitglied im VAUNET-Fachbereichsvorstand Fernsehen und Multimedia, Sonja Schwetje, berichtete unter anderem aus ihrem Redaktionsalltag. Der Umfang von Fake News und das Tempo ihrer Verbreitung habe zugenommen. Bei der Bekämpfung der Verbreitung von Desinformation sei viel erreicht worden, unter anderem durch Faktenchecker-Teams.

Ansprechpartner

Tim Steinhauer

Senior Referent Medienverantwortung und Programm