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Bundeshaushalt 2022: Erhöhung des Etats für Kultur und Medien

24.03.2022

Das Bundeskabinett hat mit dem zweiten Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2022 eine Erhöhung des Etats für Kultur und Medien beschlossen: Mit insgesamt 2,14 Milliarden Euro ist eine Steigerung von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr vorgesehen. Davon profitieren die Kultur- und Kreativwirtschaft als auch die Film- und Serienförderung. Zudem soll der Kultur- und Mediensektor nachhaltiger aufgestellt werden.

Die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft soll zukünftig gemeinsam mit Bundesminister Habeck und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klima reformiert und ausgebaut werden. Die Grundlage dafür legt laut der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Claudia Roth, der jetzt beschlossene Haushalt: Mit zusätzlichen 5 Millionen Euro durch die BKM soll der Sektor unterstützt werden.

Auch dem Klimaschutz in der Kultur- und Medienpolitik des Bundes wird im Haushalt 2022 eine größere Rolle zugeschrieben. Für die ökologische und nachhaltige Transformation der Kultur- und Medienbetriebe sind zusätzliche 5 Millionen Euro vorgesehen. Mit diesen Mitteln möchte die Kulturministerin ein Referat für Kultur und Nachhaltigkeit schaffen, das den Aufbau der im Koalitionsvertrag vereinbarten Anlaufstelle vorantreiben soll und parallel die Nachhaltigkeitspolitik der BKM verantworten wird. Für die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft und der Nachhaltigkeit in Kultur und Medien sind insgesamt 14 Millionen. Euro vorgesehen.

Filmförderung

Die Produktionsförderung der wirtschaftlichen Film- und Serienförderung (GMPF, DFFF) soll sich laut Bundeshaushalt um 25 Millionen Euro erhöhen, um der weiterhin großen Nachfragen gerecht werden zu können und um den Produktionsstandort Deutschland attraktiv und international wettbewerbsfähig zu halten. Angedacht ist, den Ansatz des German Motion Picture Fund (GMPF) damit auf 50 Millionen Euro jährlich aufzustocken, verbunden mit einer einmaligen Umschichtungsanlage von 25 Millionen Euro – so stünden dem GMPF angesichts des Serien-Booms in Deutschland insgesamt 75 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Projektförderung von Filmen und Serien stehen laut Planung für 2022 insgesamt mindestens 175 Millionen Euro zur Verfügung (Deutscher Filmförderfonds I = 50 Mio. EUR, Deutscher Filmförderfonds II = 75 Mio. EUR und German Motion Picture Fund = 50 Mio. EUR). Sollten im Verlaufe des Jahres weitere Mittel innerhalb der wirtschaftlichen Filmförderung der BKM notwendig werden, so könne auch hierauf in Abstimmung mit dem Bundesfinanzministerium flexibel reagiert werden, so Kulturministerin Roth.

Corona-Hilfen und Ausbau digitaler Infrastruktur

Die Regierung legt im Bundeshaushalt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Unternehmenshilfen mit 10 Milliarden Euro und den Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen mit rund 1,9 Milliarden Euro fest. Damit wurde der Ansatz gegenüber dem ersten Regierungsentwurf um insgesamt rund 4,9 Milliarden Euro erhöht.

Bei dem Ausbau der digitalen Infrastruktur sind in diesem Jahr weniger Gelder vorgesehen: Während 2021 noch 1,19 Milliarden Euro bereitstanden, sind für 2022 456 Millionen Euro eingeplant.

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Ansprechpartner

Tim Steinhauer

Senior Referent Medienverantwortung und Programm