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vzbv fordert Beschränkung von an Kinder gerichtete Lebensmittelwerbung

26.01.2012

Der Bundesverband Verbraucherzentralen (vzbv) hat am Rande der Berliner Argarmesse „Grüne Woche“ die Bundesregierung aufgefordert „für einen Verzicht auf an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit einem ungünstigen Nährwertprofil zu sorgen.“

Die Verbraucherschützer beurteilen in einem neuen Positionspapier die bestehenden europäischen und nationalen Selbstregulierungsmaßnahmen als unwirksam, da sie zu allgemein formuliert und zu unterschiedlich ausgestaltet seien. Der vzbv bemängelt das „wachsende Produktangebot“ an Lebensmitteln für Kleinkinder und Kinder sowie das Festhalten an „Ködertaktiken“. Bei der Formulierung seiner Kritik nimmt der Bundesverband Verbraucherzentralen auch die Onlinemedien verstärkt ins Blickfeld. Im Ergebnis seiner Analyse fordert der vzbv die Bundesregierung auf, dafür zu sorgen, dass die Verhaltensregeln der deutschen Werbewirtschaft konkretisiert und überwacht sowie Verstöße sanktioniert werden.

Bereits im Herbst 2011 hatten die Verbraucherschützer einen Verzicht auf Lebensmittelwerbung, welche sich an Kinder unter 12 Jahren richtet, gefordert und versucht, im Rahmen der Bundesregierungskampagne „IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ das Bundesverbraucherschutzministerium dazu zu bewegen, eine derartige Regelung einzuführen. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte sich in der interministeriellen Abstimmung jedoch eindeutig gegen weitere Werbebeschränkungen in diesem Bereich ausgesprochen.