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VPRT-Jahresbericht 2010 - MEDIENORDNUNG: Jugendmedienschutz

10.11.2010

Systemwechsel trotz Gegenwind

Der deutsche Jugendmedienschutz erlebte 2010 einen nicht unwesentlichen Modernisierungsschub, der aus Sicht des VPRT einen Schritt in die richtige Richtung darstellt.

Durch die Unterzeichnung des novellierten Jugendmedienschutzstaatsvertrages (14. Rundfunkänderungsstaatsvertrag) wurde der zunehmenden Konvergenz von Off- und Onlinemedien Rechnung getragen und das Selbstkontrollsystem gestärkt. Der Vertrag, welcher am 1. Januar 2011 in Kraft treten soll, hat den Anreiz zur freiwilligen Selbstklassifizierung von Telemedienangeboten erhöht. Derzeit erarbeitet die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM), deren Gründungsmitglied der VPRT ist, ein vereinfachtes Selbstklassifizierungssystem. Der VPRT hat den Systemwechsel unterstützt und gegen die hartnäckige Kritik von Seiten der Bloggercommunity, dass der neue Jugendschutzansatz die Freiheit des Internets ersticken würde, verteidigt. Geplante Verschärfungen im Fernsehbereich konnten dabei verhindert werden.
# VPRT-Stellungnahme vom 22. Januar 2010 zum Jugendmedienschutzstaatsvertrag

Zugleich setzten der VPRT und seine Mitglieder die Unterstützung medienpädagogischer Projekte, wie „Media Smart“ und „fragFinn.de“, fort. Der Großteil der Mitgliedsunternehmen des Fachbereiches Radio- und Audiodienste unterstützte im Frühjahr 2010 mit der Produktion und der Ausstrahlung eines Radiospots die Öffentlichkeitsarbeit des fragFINN e.V. Das Projekt, dessen Gründungsmitglied der VPRT ist, dient der Schaffung eines sicheren Suchportals für Kinder sowie einer Domain-Whitelist, die modularer Bestandteil von Jugendschutzlösungen sein kann. Der Media Smart e. V. will mit seinen Lehrmaterialien und seinen Internetlernportalen die Werbekompetenz von Kindern fördern.
# Media Smart e. V.
# fragFINN e. V.

Ansprechpartner

Frank Giersberg

Geschäftsführer / Kaufmännischer Leiter

Tim Steinhauer

Referent Medienverantwortung und Programm